Raubüberfall im Europaparlament
Zwei bewaffnete Männer haben eine Postfiliale im Europäischen Parlament überfallen und dabei etwa 8.000 Euro erbeutet. Es ist der dritte Raubüberfall innerhalb von zwei Jahren. Hinter dem Raub werden Insider des EU-Parlaments vermutet.
Zwei bewaffnete Männer haben eine Postfiliale im Europäischen Parlament überfallen und dabei etwa 8.000 Euro erbeutet. Es ist der dritte Raubüberfall innerhalb von zwei Jahren. Hinter dem Raub werden Insider des EU-Parlaments vermutet.
Es ist Freitagnachmittag, es herrscht wenig Betrieb im Europäischen Parlament. Zwei Frauen der Postfiliale stehen noch unter Schock als die britische Europaabgeordnete Fiona Hall den Raum betritt. Kurz zuvor hatten zwei bewaffnete Männer die beiden Frauen überfallen und etwa 8.000 Euro erbeutet. Der Raub geschah während die EU-Staats- und Regierungschefs einige hundert Meter entfernt über die Zukunft der europäischen Energiepolitik und den Pakt für Wettbewerbsfähigkeit berieten.
Es ist der dritte schwerwiegende Sicherheitseklat im Europäischen Parlament in nur zwei Jahren. Im Februar und im Mai 2010 kam es bereits zu bewaffneten Überfällen in Parlamentsgebäuden.
Sowohl Parlamentspräsident Jerzy Buzek als auch einige EU-Abgeordnete haben nach Medienberichten das "unakzeptable Sicherheitsproblem" kritisiert und verbesserte Sicherheitsvorkehrungen gefordert. Die Website EUobserver zitiert ungenannte Parlamentskreise, wonach Insider des Europäischen Parlaments sehr wahrscheinlich an den Vorbereitungen des Überfalls beteiligt gewesen seien.
mka