Griechenland nimmt mehr als 280 Personen wegen Brandstiftung fest

Die Zahl liegt unter der der beiden Vorjahre, nachdem die griechische Regierung in den letzten Jahren die Strafen für Personen verschärft hatte, die der Brandstiftung für schuldig befunden wurden.

AFP / EURACTIV.com
Forest Fires in Greece
Waldbrand in Griechenland. [Foto: Socrates Baltagiannis/picture alliance via Getty Images]

In Griechenland wurden in diesem Jahr bislang mehr als 280 Personen wegen Brandstiftung festgenommen, teilte die Feuerwehr am Mittwoch mit, während das Land weiterhin in höchster Alarmbereitschaft für neue Brände ist.

Die Zahl liegt unter der der beiden Vorjahre, nachdem die griechische Regierung in den letzten Jahren die Strafen für Personen verschärft hatte, die der Brandstiftung für schuldig befunden wurden.

Insgesamt seien seit Januar 281 Festnahmen erfolgt – darunter 252 wegen fahrlässiger Brandstiftung und 29 wegen vorsätzlicher Brandstiftung, sagte Feuerwehrsprecher Yannis Atropios im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ERT.

Zwischen Januar und August 2024 kam es laut der griechischen Feuerwehr zu 360 Festnahmen im Zusammenhang mit Bränden, wobei jedoch nur 12 Personen in Untersuchungshaft genommen wurden.

Im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 seien 315 Festnahmen erfolgt und neun Personen in Untersuchungshaft genommen worden.

Die Festnahmen wegen Brandstiftung haben zwischen 2014 und Juli 2025 stetig zugenommen.

Wer in Griechenland Brände legt, muss nun mit Freiheitsstrafen von bis zu 20 Jahren und Geldstrafen von bis zu 200.000 Euro rechnen.

Griechenland bleibt am Mittwoch in höchster Brandwarnstufe, wenige Tage nachdem ein Feuer mehr als 11.000 Hektar Kiefernwald, Buschland und Ackerland in der Nähe eines Badeortes nordwestlich der Hauptstadt Athen zerstört hat.

Aufgrund starker Winde dauerte es fünf Tage, bis das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte.

(mm)