Sloweniens Wahlsieger will breite Koalition bilden

Es wird erwartet, dass die Freiheitsbewegung des ehemaligen Energiemanagers Robert Golob am Dienstag Koalitionsgespräche aufnehmen wird, nachdem sie die Parlamentswahlen erdrutschartig gewonnen hatte.

sta.si
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Die natürlichen Koalitionspartner der Freiheitsbewegung sind die Sozialdemokraten und die Linke, die sieben beziehungsweise fünf Sitze erhielten. Dennoch sagte er am Montag (25. April) im Lokalradio, dass er auch mit zwei aus dem Parlament abgewählten Mitte-Links-Parteien sprechen werde, der Liste Marjan Šarec und der Partei Alenka Bratušek, die beide von ehemaligen Premierministern geführt werden. [Shutterstock/rawf8]

Es wird erwartet, dass die Freiheitsbewegung des ehemaligen Energiemanagers Robert Golob am Dienstag Koalitionsgespräche aufnehmen wird, nachdem sie die Parlamentswahlen erdrutschartig gewonnen hatte.

Golob hat angedeutet, dass er eine breite Basis anstrebt, um mit seiner gerade mal drei Monate alten Partei Spitzenposten in der Regierung zu besetzen.

Die naheliegenden Koalitionspartner für die Freiheitsbewegung sind die Sozialdemokraten und die Linke, die sieben beziehungsweise fünf Sitze erhielten. Dennoch sagte Golob am Montag (25. April) im Lokalradio, dass er auch mit zwei aus dem Parlament abgewählten Mitte-Links-Parteien sprechen werde, der Liste Marjan Šarec und der Partei Alenka Bratušek, die beide von ehemaligen Premierministern geführt werden.

„Ich denke, dass eine Koalition viel mehr bedeutet. Sie bedeutet Zusammenarbeit zum Wohle unserer Gesellschaft, und Zusammenarbeit hängt nicht nur davon ab, wie viele Abgeordnete man hat, sondern auch davon, wie professionell und sachkundig das Personal ist“, sagte er gegenüber Radio Koper.

Politische Analyst:innen haben sich bereits darüber Gedanken gemacht, wie Golobs Partei Personal für die Spitzenposten finden will. Indem er sich an die Parteien wendet, die heute nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, erhält er Zugang zu Personen, die Erfahrung in der Regierung haben, was das Potenzial für eine weitere Konsolidierung der zersplitterten linken Mitte hat.

Die vorrangigen Portfolios der Freiheitsbewegung werden die Ministerien für Gesundheit und Finanzen sowie ein fusioniertes Ministerium für Infrastruktur und Umwelt sein. Golob sagte, die Partei habe bereits Kandidat:innen für diese Ämter.

Die Vizepräsidentin der Freiheitsbewegung, Marta Kos, eine ehemalige Botschafterin in der Schweiz, wird als nächste Außenministerin gehandelt. „Wir werden Leute brauchen, die bereit sind, hart für Slowenien zu arbeiten. Ich gehöre zu diesen Menschen“, sagte sie.

In den letzten Wochen wurde in den Medien spekuliert, dass die sozialdemokratische Europaabgeordnete, Tanja Fajon, Interesse an demselben Posten haben könnte.