Spanien ist bereit, Deutschlands Energiebedarf zu decken

Spanien ist bereit, den Energiebedarf Deutschlands angesichts der "Erpressung" durch den russischen Präsidenten Putin zu unterstützen, erklärte Premierminister Pedro Sánchez am Dienstag gegenüber Bundeskanzler Scholz auf Schloss Meseberg.

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Closed meeting of the German Federal Cabinet at Meseberg Palace
Sánchez traf seinen deutschen Amtskollegen in Meseberg in Brandenburg, um die Herausforderungen zu besprechen, vor denen Europa nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine steht. [EPA-EFE/CLEMENS BILAN]

Spanien ist bereit, den Energiebedarf Deutschlands angesichts der „Erpressung“ durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu unterstützen, erklärte Premierminister Pedro Sánchez am Dienstag gegenüber Bundeskanzler Olaf Scholz auf Schloss Meseberg.

Sánchez traf seinen deutschen Amtskollegen in Meseberg in Brandenburg, um die Herausforderungen zu besprechen, vor denen Europa nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine steht.

„Spanien ist bereit, den Ländern zu helfen, die am meisten unter der Abhängigkeit von russischem Gas und Putins Energieerpressung leiden“, sagte der spanische Premierminister.

Er fügte hinzu, sein Land sei „bereit, Solidarität zu zeigen und dem Ruf unserer lieben Freunde und brüderlichen Nationen wie Deutschland zu folgen.“

Scholz wiederum sagte, er unterstütze den Vorschlag Spaniens, das weitgehend isolierte Gasnetz der iberischen Halbinsel in den EU-Binnenmarkt zu integrieren.

In den Gesprächen wies Sánchez darauf hin, dass Spanien über etwa 30 Prozent der europäischen Wiederverdampfungskapazitäten verfüge, seine Ressourcen aber aufgrund des derzeitigen Engpasses im Netz nicht voll nutzen könne.

Spanien hat vorgeschlagen, seinen Gasmarkt über Frankreich anzubinden, hat aber eingeräumt, dass dies auch über Italien möglich wäre.