Spanien reformiert Abtreibungsgesetz und Transgender-Rechte
Das spanische Parlament hat am Donnerstag eine Reform der Abtreibungsvorschriften und ein neues Gesetz verabschiedet, das es Teenagern ab 16 Jahren erlaubt, ihr Geschlecht auch ohne die Erlaubnis eines Arztes oder Psychologen zu ändern.
Das spanische Parlament hat am Donnerstag eine Reform der Abtreibungsregeln und ein neues Gesetz verabschiedet, das es Teenagern ab 16 Jahren erlaubt, ihr Geschlecht auch ohne die Erlaubnis eines Arztes oder Psychologen zu ändern.
Die von der Linkskoalition des Landes eingebrachten Gesetze wurden vom spanischen Unterhaus, dem Kongress, angenommen, obwohl die Meinungen über die Rechte von Transgender-Personen innerhalb der Regierung auseinandergehen und rechte Gruppen sich gegen die Abtreibungsvorschläge aussprachen.
Die Abtreibungsreformen werden es über 16-Jährigen ermöglichen, Abtreibungsdienste ohne elterliche Zustimmung in Anspruch zu nehmen – was bisher für Minderjährige erforderlich war. Zudem wird das Recht auf Abtreibung in öffentlichen Kliniken gesetzlich verankert.
Die Reformen beinhaltet auch bezahlte Abwesenheitstage bei Menstruation, womit Spanien das erste europäische Land ist, das diese einführt.
Ein separates, neues Gesetz, das am Donnerstag verabschiedet wurde, erweitert die Rechte von Transgender-Personen in Spanien und erlaubt es Personen über 16 Jahren, ihr eingetragenes Geschlecht offiziell und ohne medizinische Aufsicht zu ändern.
Personen zwischen 14 und 16 Jahren können dies mit der Zustimmung ihrer Eltern tun, während Personen zwischen 12 und 14 Jahren eine richterliche Genehmigung benötigen.
Das sogenannte Transgender-Gesetz wurde vom linken Juniorpartner der Sozialistischen Partei, Unidas Podemos (Europäische Linke), befürwortet und verdeutlichte die ideologischen Differenzen innerhalb der Regierung, da es von einigen feministischen Gruppen kritisiert worden war.