Spionageaffäre: Griechen glauben der Regierung nicht
Die große Mehrheit der griechischen Bürger glaubt nicht, dass der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis nichts von der illegalen Überwachung von Politiker:innen, Journalist:innen und Geschäftsleuten durch Spionageprogramme wusste, wie eine neue Umfrage ergab.
Die große Mehrheit der griechischen Bürger:innen glaubt nicht, dass der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis nichts von der illegalen Überwachung von Politiker:innen, Journalist:innen und Geschäftsleuten durch Spionageprogramme wusste, wie eine neue Umfrage ergab.
Laut einer Umfrage von Alco im Auftrag des Fernsehsenders Alpha antworteten nur 18 Prozent der Befragten, dass sie von der Aussage des Ministerpräsidenten überzeugt seien, er und seine Regierung hätten nichts mit der Überwachung durch Schadsoftware zu tun.
Im Gegensatz dazu „zeigen“ 64 Prozent der Bürger:innen auf Mitsotakis, während die restlichen 18 Prozent der Befragten es vermeiden, eine Position zu beziehen.
Das so genannte „griechische Watergate“ hat das Land politisch in Aufruhr versetzt. Mitsotakis hat allerdings bislang versucht, nicht mit dem Skandal in Verbindung gebracht zu werden.
Die Regierung behauptet, er habe von dem Skandal nichts gewusst, was für einige schwer zu glauben ist, da das erste Gesetz, das der Premierminister verabschiedete, die Geheimdienste unter seine persönliche Zuständigkeit stellte.
Nachdem der Skandal im letzten Sommer aufgedeckt wurde, traten sowohl sein Sekretär und Neffe Grigoris Dimitriadis als auch der Chef der Geheimdienste zurück.