Sunak beendet "goldene Ära" mit China
Premierminister Rishi Sunak hat in seiner ersten außenpolitischen Rede seit seinem Amtsantritt im vergangenen Monat das Ende der sogenannten "goldenen Ära" der Beziehungen zu China verkündet.
Premierminister Rishi Sunak hat in seiner ersten außenpolitischen Rede seit seinem Amtsantritt im vergangenen Monat das Ende der sogenannten „goldenen Ära“ der Beziehungen zu China verkündet.
In einer Rede bei einem Bankett des Oberbürgermeisters von London am Montag (28. November) sagte Sunak, die „naive Vorstellung“, dass mehr Handel mit dem Westen zu sozialen und politischen Reformen in China führen würde, sei aufgegeben worden.
Er verwies dabei auf das jüngste gewaltsame Vorgehen gegen Journalist:innen und auf öffentliche Proteste gegen die COVID-19-Sperren in China.
Im vergangenen Jahr hatte Peking Sanktionen gegen eine Gruppe britischer Abgeordneter verhängt, die die Kampagne für britische Sanktionen gegen China wegen der Verfolgung der uigurischen Muslim:innen angeführt hatten.
„Wir sind uns bewusst, dass China eine systemische Herausforderung für unsere Werte und Interessen darstellt, eine Herausforderung, die immer akuter wird, je mehr es sich in Richtung eines noch stärkeren Autoritarismus bewegt“, sagte Sunak.
China als „Bedrohung“ zu bezeichnen, schloss er jedoch aus.
Die Beziehungen des Vereinigten Königreichs zu China hatten sich während der Amtszeit von David Cameron deutlich verbessert. Cameron prägte den Begriff des „goldenen Zeitalters“ und förderte den bilateralen Handel und Investitionen.
Der Schritt zur Abkühlung der Beziehungen zu China war erwartet worden und wäre laut offiziellen Angaben auch erfolgt, wenn Liz Truss Premierministerin geblieben wäre. Während des Rennens um die Führung der konservativen Partei, in dem er Truss unterlag, sagte Sunak, China sei „die größte langfristige Bedrohung für Großbritannien und die wirtschaftliche und nationale Sicherheit der Welt.“