Thema Energiesicherheit bestimmt transatlantische Konferenz in Brüssel [DE]
Bedenken bezüglich der großen Energieabhängigkeit von Russland bestimmten die Diskussionen zwischen einflussreichen amerikanischen und europäischen Politikern sowie Unternehmensvertretern bei dem ersten jährlichen transatlantischen Forum in Brüssel am 30. April.
Bedenken bezüglich der großen Energieabhängigkeit von Russland bestimmten die Diskussionen zwischen einflussreichen amerikanischen und europäischen Politikern sowie Unternehmensvertretern bei dem ersten jährlichen transatlantischen Forum in Brüssel am 30. April.
In der Diskussion ging es vor allem um Europas Energieabhängigkeit (insbesondere Erdgas) von Russland. Die Andeutungen von sowohl dem Gazprom-Vorsitzenden Alexei Miller als auch von Russlands Präsident Vladimir Putin, dass russische Gaslieferungen nach China und in die USA umgelenkt werden könnten, falls die EU versuchen würde, eine weitere Expansion von Gazprom zu verhindern, haben Europas Ängste, die nach dem russisch-ukrainischen Gasstreit Anfang 2006 zutage traten, noch weiter verstärkt. Die USA äußern sich kritischer zur Verwendung von Energie als geopolitisches Druckmittel von Seiten Russlands als die EU, deren Abhängigkeit von Russland größer ist.
Andere Themen der Diskussion befassten sich mit der Rolle der NATO bei Fragen der Energieversorgungssicherheit und dem Schutz der notwendigen Infrastruktur, die Rekordpreise auf den Ölmärkten sowie die Rolle der Türkei als Drehscheibe der Energieversorgung.
An der Diskussion nahmen EU-Energiekommissar Piebalgs, General James Jones, Oberster Alliierter Befehlshaber Europa, der kanadische Außenminister Peter MacKay, der polnische Verteidigungsminister Padek Sikorski, sowie Robin West, Vorsitzender von PFC Energy und Egemen Bagis, Mitglied des türkischen Parlaments und Berater des türkischen Premierministers, teil.