US-Sicherheitsbeamte warnen vor Gefahr für Baltikum durch Russland
Zwanzig hochrangige US-Sicherheitsbeamte, Militäroffiziere und Expert:innen haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie Washington auffordern, der Ukraine mehr Militärausrüstung zu liefern, und davor warnen, dass ein Sieg Russlands auch Amerikas Verbündete im Baltikum in Gefahr bringen würde.
Zwanzig hochrangige US-Sicherheitsbeamte, Militäroffiziere und Expert:innen haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie Washington auffordern, der Ukraine mehr Militärausrüstung zu liefern, und davor warnen, dass ein Sieg Russlands auch Amerikas Verbündete im Baltikum in Gefahr bringen würde.
„Indem sie Hilfe leistet, die ausreicht, um eine Pattsituation zu erreichen, aber nicht ausreicht, um die russischen territorialen Gewinne rückgängig zu machen, könnte die Biden-Administration ungewollt kurz vor dem Ziel doch noch eine Niederlage herbeiführen“, so die Verfasser in einem auf The Hill veröffentlichten Brief.
Ihnen zufolge verlangen die amerikanischen Prinzipien und Interessen „die schärfste mögliche Antwort“, um Russland hinter die vor der Invasion geltenden Linien zurückzudrängen und „Kosten zu verursachen, die schwer genug sind, um Russland davon abzuhalten, ein drittes Mal in die [Ukraine] einzudringen.“
„Es ist wichtig, weil Putin eine revisionistische Außenpolitik verfolgt, die darauf abzielt, das auf Regeln basierende Sicherheitssystem umzustoßen, das seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs amerikanische und globale Stabilität gewährleistet und Wohlstand ermöglicht hat“, so die US-Sicherheitsexpert:innen.
„Putins aggressive Pläne enden nicht in der Ukraine. Wie russische Beamte wiederholt deutlich gemacht haben, sind unsere baltischen NATO-Verbündeten in Gefahr, wenn Russland in der Ukraine gewinnt, ebenso wie andere Verbündete in unserer Nachbarschaft“, fügten sie hinzu.
Die Autoren betonen, dass die Ukraine Russland mit den nötigen Waffen und wirtschaftlicher Hilfe besiegen könne.
„Die Regierung Biden sollte schneller und strategischer vorgehen, wenn es darum geht, ukrainische Ersuche um Waffensysteme zu erfüllen. Und wenn sie beschließt, fortschrittlichere Waffen wie die HIMARS-Artillerie zu schicken, sollte sie diese in größeren Mengen schicken, um ihre Wirkung auf dem Schlachtfeld zu maximieren“, so die Autoren.
Nach Ansicht von US-Expert:innen „müssen unsere Soldaten bei einem Erfolg weniger wahrscheinlich ihr Leben riskieren, um US-Verbündete zu schützen, die ebenfalls von Russland bedroht werden.“
Außerdem sollten sich die USA nicht von Russlands Androhung eines Atomkriegs einschüchtern lassen, denn die USA seien auch eine Nuklearmacht und verfügten über wirksame nukleare Abschreckungskapazitäten, argumentieren die Autor:innen des Briefs.
„Wenn wir es zulassen, dass Putin uns davor abschreckt, die Waffen zu liefern, die die Ukraine braucht, um den russischen Revisionismus zu stoppen, was passiert dann, wenn er seinen nuklearen Zauberstab über den baltischen Staaten schwingt? Und warum sollte die Regierung annehmen, dass Putin es nicht wagen würde, dies mit Estland oder Polen zu tun, wenn die Taktik in der Ukraine für ihn funktioniert hat“, heißt es in dem Brief.