Washington drängt EU zu schnellerem Ausstieg aus russischen Energielieferungen

Der US-Anteil an den LNG-Importen der EU lag im August bei 70 Prozent; die Vereinigten Staaten sind auf dem Weg, Norwegen als wichtigsten Lieferanten der EU abzulösen.

„Könnte das schneller gehen? Ich denke schon“, so Wright. [Tom Williams/CQ-Roll Call, Inc via Getty Images]

US-Energieminister Chris Wright hat am Freitag erklärt, die EU solle früher als bislang für 2028 vorgesehen auf russisches Gas verzichten und dieses durch US-Energie ersetzen.

Bei einer Veranstaltung im Centre for European Policy Studies in Brüssel sagte Wright, die Beschleunigung des geplanten EU-Verbots russischer fossiler Brennstoffe – das zunächst kurzfristige Verträge betreffen und bis 2028 auch bestehende Langfristverträge beenden soll – sei Thema seines Treffens mit EU-Energiekommissar Dan Jørgensen am Vortag gewesen.

„Könnte das schneller gehen? Ich denke schon“, so Wright. „Und ich glaube, es wäre hilfreich, den Krieg in Russland und der Ukraine zu beenden.“

Zudem betonte er, russische Energie könne problemlos durch US-Lieferungen ersetzt werden.

„Wir haben unsere Exportkapazitäten für Gas massiv ausgebaut und auch einen großen Teil der US-LNG-Exporte in die EU umgeleitet“, sagte Wright. Es gebe eine „rasant wachsende Kapazität der USA, Ersatzgas zu liefern, um schneller von russischem Gas wegzukommen als es diese Fristen vorsehen.“

Der US-Anteil an den LNG-Importen der EU lag im August bei 70 Prozent; die Vereinigten Staaten sind auf dem Weg, Norwegen als wichtigsten Lieferanten der EU abzulösen.

(vc, jl)