Vier Denkmäler für sowjetische Soldat:innen, die während des Kalten Krieges errichtet worden waren, wurden am Donnerstag gleichzeitig in verschiedenen polnischen Ortschaften abgerissen.
Polnische Handwerker rissen gleichzeitig vier Denkmäler zum Dank an die Rote Armee ab, die gegen das Verbot der Förderung totalitärer Systeme verstoßen. Die Arbeiten wurden in den Städten Głubczyce und Byczyna in Südpolen, in Staszów in der Landesmitte und in Bobolice im Nordwesten Polens durchgeführt.
Das Projekt wurde vom Institut für Nationales Gedenken (IPN) betreut, das für die Geschichtspolitik des Landes zuständig ist.
„Diese Denkmäler hätten schon lange nicht mehr auf polnischem Boden stehen dürfen, denn sie dekonstruieren das polnische Bewusstsein und verweisen auf ahistorische Fakten“, sagte IPN-Präsident Dr. Karol Nawrocki der Polnischen Presseagentur.
„Wir wollen ein klares Signal geben, dass wir entschlossen sind, dafür zu sorgen, dass alle Denkmäler, die das kommunistische System verherrlichen, aus Polen verschwinden. Wir werden in unseren Bemühungen, diese Denkmäler zu Fall zu bringen, nicht nachlassen. Ich glaube, dass diese Aktionen längst überfällig sind“, fügte Nawrocki hinzu.
Während des polnischen kommunistischen Regimes wurden im ganzen Land Denkmäler zu Ehren der Roten Armee errichtet, die Pol:innen von der deutschen Besatzung „befreit“ hatte.
Nach 1989 wurden diese Denkmäler in zunehmendem Maße abgerissen. Dieser Prozess beschleunigte sich mit dem Inkrafttreten eines Gesetzes, das die Aufarbeitung des Kommunismus zum Inhalt hat. Das Gesetz wurde 2016 verabschiedet, sehr zum Verdruss Russlands.