2007 – "Europäisches Jahr der Chancengleichheit für alle" [DE]
Trotz verschiedener Initiativen auf europäischer Ebene zur Beseitigung von Diskriminierung ist der Handlungsbedarf weiterhin groß. Um Gleichberechtigung und Nicht-Diskriminierung in der EU zu fördern, läutet die Kommission nun offiziell das "Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle" ein.
Trotz verschiedener Initiativen auf europäischer Ebene zur Beseitigung von Diskriminierung ist der Handlungsbedarf weiterhin groß. Um Gleichberechtigung und Nicht-Diskriminierung in der EU zu fördern, läutet die Kommission nun offiziell das „Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle“ ein.
Die Kommission läutet am 23. Januar 2007 das Europäische Jahr der Chancengleichheit mit der Vorstellung der Ergebnisse einer Eurobarometer-Umfrage zum Thema Gleichberechtigung ein. Durch die Initiative sollen die EU-Bürger für ihr Recht auf Gleichbehandlung und Lohngleichheit sensibilisiert werden, die Chancengleichheit für alle gefördert sowie der Nutzen der Vielfalt für die EU verdeutlicht werden.
Vier zentrale Themen stehen im Mittelpunkt des Europäischen Jahrs: Rechte, Vertretung, Anerkennung sowie Respekt und Toleranz. Im Laufe des Jahres sollen zudem neue Initiativen ins Leben gerufen und eine hochrangige Beratergruppe, die sich mit der der sozialen Integration und der Arbeitsmarktbeteiligung von Minderheiten befassen soll, eingesetzt werden.
Der EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit, Vladimír Špidla, sagte: “Europa muss sich um eine echte Gleichbehandlung im täglichen Leben bemühen. Das Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle und die Rahmenstrategie werden einen neuen Impuls für die Anstrengungen zur uneingeschränkten Anwendung der Antidiskriminierungsvorschriften der EU bringen, die bislang allzuoft behindert und verzögert wurde. Grundrechte, Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit bleiben Schlüsselprioritäten der Europäischen Kommission.“
Im Jahr 2006 waren Frauen (9,6%) in der Europäischen Union stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Männer (7,6%). Durchschnittlich arbeiteten zwei Drittel der Frauen in Teilzeit und nur 32% der Managerposten in der EU sind von Frauen besetzt. Im Jahr 2004 erhielten Frauen durchschnittlich 15% weniger Lohn als Männer.