Asienreise: Tschechischer Premier sucht Gegengewicht zu China
Der tschechische Premierminister Petr Fiala wird am Samstag zusammen mit einer Wirtschaftsdelegation eine zehntägige Arbeitsreise zu den Philippinen, Indonesien, Singapur, Vietnam, Kasachstan und Usbekistan antreten, um zu versuchen, ein Gegengewicht zur chinesischen Dominanz zu schaffen.
Der tschechische Premierminister Petr Fiala wird am Samstag zusammen mit einer Wirtschaftsdelegation eine zehntägige Arbeitsreise zu den Philippinen, Indonesien, Singapur, Vietnam, Kasachstan und Usbekistan antreten, um zu versuchen, ein Gegengewicht zur chinesischen Dominanz zu schaffen.
Fiala wird von einer Wirtschaftsdelegation, der Handelskammer, der tschechischen Exportbank und anderen Einrichtungen begleitet, um tschechische Unternehmen bei der Erschließung lokaler Märkte zu unterstützen, teilte die Regierung am Donnerstag mit.
„Unsere Unternehmen und unser Land haben dort einen guten Namen, und diese Länder können in gewissem Maße ein Gegengewicht zur chinesischen Dominanz schaffen. Diese Dominanz ist offensichtlich, und wir müssen sie nicht nur als Tschechische Republik, sondern als ganz Europa loswerden und alternative Märkte schaffen“, sagte der tschechische Premierminister.
Fiala wird sich mit den höchsten Vertretern der oben genannten Länder treffen. Auf den Philippinen wird er unter anderem über eine mögliche Vertiefung der Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie sprechen.
Mit Indonesien gibt es ein erhebliches Potenzial für weitere Zusammenarbeit, insbesondere in der Verteidigungsindustrie, im Gesundheitswesen, im Umweltschutz und bei der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur.
Kybernetik, Cybersicherheit, Digitalisierung, neue Technologien und künstliche Intelligenz werden zu den wichtigsten Themen gehören, die mit Singapur, Tschechiens größtem Exportziel in Südostasien, besprochen werden.
In Vietnam wird der Premierminister ein tschechisch-vietnamesisches Wirtschaftsforum eröffnen. In der Provinz Quang Ninh wird Fiala an der Grundsteinlegung der Produktionsstätte von Skoda Auto und Thanh Cong Motor teilnehmen.
In Usbekistan, dem zweitgrößten Handelspartner Tschechiens in der zentralasiatischen Region, wird sich die Delegation auf Energie-, Verkehrs- und Verteidigungsfragen konzentrieren – Themen, die wahrscheinlich auch in Kasachstan diskutiert werden. Ziel ist es, die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Verkehr zu stärken.
Die tschechischen Bemühungen um eine Stärkung der Beziehungen zu den asiatischen Ländern haben sich in den letzten Jahren intensiviert.
Im März reiste eine große Delegation unter der Leitung der Präsidentin des Unterhauses des Parlaments, Markéta Pekarova Adamová, nach Taiwan – ein Schritt, der in China für Empörung gesorgt hat.