Berlusconi fordert große Koalition [DE]
Viele Beobachter befürchten, dass der Ausgang der Wahlen in Italien zu politischer Instabilität in dem Land führen könnte. Unterdessen fechtet Berlusconi das Wahlergebnis an und schlägt die Bildung einer großen Koalition nach dem Vorbild Deutschlands vor.
Viele Beobachter befürchten, dass der Ausgang der Wahlen in Italien zu politischer Instabilität in dem Land führen könnte. Unterdessen fechtet Berlusconi das Wahlergebnis an und schlägt die Bildung einer großen Koalition nach dem Vorbild Deutschlands vor.
Wahlergebnis
Prodis „Unione“ erhält 348 Sitze im Abgeordnetenhaus und 159 Sitze im Senat, das Berlusconi-Lager 281 beziehungsweise 156 Sitze. Im Abgeordnetenhaus profitiert Prodi von dem neuen Wahlrecht, das den Wahlsiegern 55 % der Sitze gibt. In Wirklichkeit beträgt der Vorsprung von Prodi jedoch lediglich 25.000 Stimmen (49,8 % gegen 49,7 %).
Eine große Koalition?
Berlusconi fechtet das Wahlergebnis an. Am 11. April erklärte er: “Wir glauben nicht, dass – so wie die Dinge heute stehen – irgendjemand den Sieg beanspruchen kann“. Er schlage die Bildung einer „grande coalizione“ vor.
Prodi siegessicher
Die Reaktion von Romano Prodi auf den Vorschlag Berlusconis kam prompt. Er sei sich sicher, dass seine Koalition für die gesamte Dauer der fünfjährigen Legislaturperiode regierungsfähig sein würde.