Beschäftigung älterer Menschen immer noch ein Problem [DE]
Obwohl sich die Arbeitsmärkte in den EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2007 erholt haben, liegen die Beschäftigungsquoten immer noch weit hinter den Zielen, die sich die EU im Rahmen der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung im Jahr 2000 gesteckt hat. Auch weiterhin sind Arbeitnehmer, die älter als 55 Jahre sind, mit den größten Schwierigkeiten konfrontiert, wie aus neuen Statistiken ersichtlich wird.
Obwohl sich die Arbeitsmärkte in den EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2007 erholt haben, liegen die Beschäftigungsquoten immer noch weit hinter den Zielen, die sich die EU im Rahmen der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung im Jahr 2000 gesteckt hat. Auch weiterhin sind Arbeitnehmer, die älter als 55 Jahre sind, mit den größten Schwierigkeiten konfrontiert, wie aus neuen Statistiken ersichtlich wird.
Die Beschäftigungsquote in den 27 Ländern der EU ist im letzten Jahr auf 65,4% gestiegen, während sie im Jahr 2006 noch bei 64,5% und im Jahr 2000 bei 62,1% lag. Dies geht aus Statistiken hervor, die Eurostat, die statistische Behörde der Europäischen Union, am 22. Juli 2008 veröffentlicht hat. Allerdings zeigen die Statistiken ein immer noch deutliches Nord-Süd-Gefälle.
Während die skandinavischen Länder, zusammen mit dem Vereinigten Königreich und Österreich mit 70 % die höchsten Beschäftigungsquoten aufweisen, schneiden Italien, Rumänien und Malta mit Beschäftigungsquoten von unter 60 % am schlechtesten ab.
Es muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Länder mit den besten Werten einen größeren Anteil an Teilzeitarbeitnehmern vorweisen als die Länder mit den schlechtesten Werten. In den Niederlanden ist nahezu jeder zweite Arbeitnehmer (46,8%) nur in Teilzeit angestellt; in der Slowakei trifft dies auf nur 2,6% der Arbeitnehmer zu.
Trotz der Fortschritte, die die EU in den letzten Jahren gemacht hat, wird sie das Ziel, eine Beschäftigungsquote von 70% zu erreichen, das sie sich beim EU-Gipfel in Lissabon im Jahr 2000 gesetzt hat, wahrscheinlich verfehlen (siehe unser LinksDossier).
Die Erwartungen im Hinblick auf die Beschäftigung von Bürgern über 55 Jahren sind sogar noch geringer. Obwohl der Aufwärtstrend anhält – 43,5% im Jahr 2006, 36,8% im Jahr 2000 und 44,7% im vergangenen Jahr –, scheint das EU-Ziel von 50 % noch weit entfernt.
Auf der anderen Seite kommt die EU dem von ihr im Jahr 2001 gesteckten Ziel näher, die Beschäftigungsquote der Frauen auf 60% anzuheben. Den Angaben von Eurostat zufolge lag die Beschäftigungsquote der Frauen im Jahr 2007 bei 58,3%, während sie im Jahr 2000 noch bei 53,6% gelegen hatte.
Hinsichtlich der Unterschiede zwischen den Beschäftigungsquoten der Männer und Frauen schneiden die nördlichen Unionsländern wiederum besser ab als die Unionsländer im Süden. Während die geringsten Unterschiede in Finnland (4 Prozentpunkte), Schweden (5) und Litauen (6) bestehen, sind die größten Unterschiede in Malta (37), Griechenland (27) und Spanien (22) zu finden.
In ihrem im Februar 2008 veröffentlichten Gemeinsamen Beschäftigungsbericht, der einmal im Jahr erscheint und die Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der Lissabon-Strategie bewertet, spricht die Kommission Empfehlungen für diejenigen Länder aus, die hinsichtlich den Beschäftigungsquoten schlecht abschneiden.