Die USA könnten Truppen in Deutschland kürzen, während der Konflikt mit dem Iran weiter tobt

Anfang dieser Woche kritisierte Merz Trump für seinen „offensichtlichen Mangel an Strategie“ im Hinblick auf den Krieg gegen den Iran und erklärte, dass „eine ganze Nation von der iranischen Führung gedemütigt wird“.

EURACTIV.com
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Friedrich Merz und Donald Trump. [Foto: Kay Nietfeld/picture alliance via Getty Images]

US-Präsident Donald Trump erwägt, die amerikanische Truppenpräsenz in Deutschland zu reduzieren, nachdem sich der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz gegen den Krieg im Iran ausgesprochen hatte.

„Die Vereinigten Staaten prüfen und evaluieren derzeit eine mögliche Truppenreduzierung in Deutschland; eine Entscheidung soll in Kürze getroffen werden“, erklärte Trump in einem Social-Media-Beitrag.

Anfang dieser Woche kritisierte Merz Trump für seinen „offensichtlichen Mangel an Strategie“ im Hinblick auf den Krieg gegen den Iran und erklärte vor Studenten, dass „eine ganze Nation von der iranischen Führung gedemütigt wird“.

Die europäischen NATO-Verbündeten stellen sich bereits seit einiger Zeit auf einen Abzug von US-Truppen in Europa ein. Trump hat zudem erwogen, einige europäische Staaten für ihre mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg zu bestrafen, indem er Truppen innerhalb des Kontinents umgruppiert.

Spanien, Großbritannien und Italien auch in Trumps Fadenkreuz

Zuvor standen Spanien, Großbritannien und Italien im Fadenkreuz von Trump, da sie US-Militärflugzeugen auf dem Weg in den Iran den Zugang zu ihren Militärstützpunkten verwehrten.

Derzeit sind laut Angaben der USA rund 80.000 US-Soldaten in Europa stationiert, davon 39.000 in Deutschland. Deutschland beherbergt zudem das United States European Command und die Ramstein Air Base.

Der US-Kongress schaltete sich im vergangenen Dezember mit dem National Defense Authorization Act ein, der das Pentagon daran hindert, länger als 45 Tage weniger als 76.000 Soldaten in Europa zu stationieren.

Das Pentagon muss noch seinen Global Posture Review veröffentlichen, in dem die Pläne für Washingtons weltweite Stationierung dargelegt werden.

(sma)