Einigung auf globale UN-Strategie für sicherere Chemikalien [DE]

Das Strategische Konzept für ein internationales Chemikalienmanagement (SAICM) ist ein freiwilliges Abkommen über die Risikoeinschätzung von Chemikalien und die Harmonisierung der Kennzeichnung von Chemikalien. Das Abkommen stärkt die geplante REACH-Verordnung der EU. 

Das Strategische Konzept für ein internationales Chemikalienmanagement (SAICM) ist ein freiwilliges Abkommen über die Risikoeinschätzung von Chemikalien und die Harmonisierung der Kennzeichnung von Chemikalien. Das Abkommen stärkt die geplante REACH-Verordnung der EU. 

Auf der UN-Konferenz in Dubai am 6. Februar nahmen die über 100 Umwelt- und Gesundheitsminister eine neue internationale Strategie für die sichere Herstellung, Beförderung, Lagerung, Verwendung und Entsorgung von Chemikalien an.

Das Strategische Konzept für ein internationales Chemikalienmanagement (SAICM) ist ein freiwilliges Abkommen, das Risikoabschätzungen von Chemikalien und eine Harmonisierung der Kennzeichnung von Chemikalien betrifft. Außerdem soll es das Problem überflüssiger und gelagerter Produkte angehen. 

Weltweit wird die Chemikalienherstellung in den nächsten 15 Jahren nach Schätzungen um 80 % ansteigen. Laut der UN werden jedes Jahr 1.500 neue chemische Substanzen in den Verkehr gebracht.

Die UN äußerte sich besorgt darüber, dass die Chemikalienherstellung zunehmend in Entwicklungsländern verlagert wird, in denen geringere Sicherheitsstandards gelten. Die Europäische Kommission teilt diese Sorge. In einer Erklärung heißt es, „während 1998 noch 16 Länder für 80 % der weltweiten Chemikalienproduktion standen, wird die Herstellung von grundlegenden Chemikalien, die in großen Mengen produziert werden, zunehmen aus den Industrieländern in Entwicklungsländer verlagert“. 

Um dieses Problem anzugehen, einigte sich die Konferenz auf ein Programm, „Quick Start“, das nationale Aktionspläne, insbesondere in den am wenigsten entwickelten Ländern, mit mehreren Millionen US-Dollar unterstützen soll. Die Mittel sollen latu der Kommission vor allem für „ verstärkte Anstrengungen für den Aufbau von Kapazitäten und die Unterstützung von Entwicklungs- und Schwellenländern“ zur Verfügung gestellt werden.