EMA berät am 21. Dezember über Biontech-Pfizer-Impfstoff
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sieht sich unter wachsendem Druck von EU-Regierungen, eine Zulassung der Corona-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna zu beschleunigen.
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sieht sich unter wachsendem Druck von EU-Regierungen, eine Zulassung der Corona-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna zu beschleunigen.
Die europäische Arzneimittelagentur (EMA) berät nach eigenen Angaben am 21. Dezember über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer. Das Treffen sei vom 29. auf den 21. Dezember vorgezogen worden, teilte die EMA am Dienstag mit. Dann solle wenn möglich auch schon eine Entscheidung getroffen werden.
Gesundheitsminister Jens Spahn hatte die Debatte mit einem Tweet angeheizt, in dem er schrieb: “Alle nötigen Daten zu BioNTech liegen vor. UK + US haben bereits Zulassungen erteilt.” Eine Prüfung der Daten und die Zulassung durch die EMA sollten schnellstmöglich erfolgen. Sein Sprecher betonte am Montag jedoch, Spahn habe damit nicht sagen wollen, dass es auch für Deutschland eine nationale Notfallzulassung geben solle. Man erwarte eine Zulassung am 29. Dezember und erwarte, dass bis März elf Millionen Impfdosen zu BioNTech für Deutschland zur Verfügung stünden – drei bis vier Millionen davon im Januar.
Die Bundesregierung hatte sich gegen eine national ebenfalls mögliche Notfallzulassung entschieden, weil man innerhalb der EU agieren will und sich Sorgen um die Akzeptanz des Impfstoffes macht. Auch CSU-Chef Markus Söder hatte am Sonntag erklärt, er sorge sich, dass sich nicht genug Menschen impfen lassen wollten. Die Notzulassung etwa in Großbritannien wird deshalb als kontraproduktiv angesehen. Es wird erwartet, dass die EMA bis spätestens zum 12. Januar auch über den Impfstoff der Firma Moderna entscheidet.