EU-Fachleute empfehlen Wallström: Bessere EU-Berichterstattung in Mitgliedstaaten und verständliche

Margot Wallström steht als neue EU-Kommissarin für Öffentlichkeitsarbeit vor einer schweren Aufgabe. Ein neuer Bericht gibt ihr Ratschläge, wie die EU ihren Bürgern näher gebracht werden kann. 

Margot Wallström steht als neue EU-Kommissarin für Öffentlichkeitsarbeit vor einer schweren Aufgabe. Ein neuer Bericht gibt ihr Ratschläge, wie die EU ihren Bürgern näher gebracht werden kann.

In einem Offenen Brief an Margot Wallström haben die Friends of Europe, EURACTIV und Gallup Europe die Ergebnisse ihrer Studie vorgestellt. In dem Brief heisst es, ihr stehe eine große und wichtige Aufgabe bevor.

Can EU Hear Me oct 2004

 

Zehn Empfehlungen sind aus dem Projekt hervorgegangen, unter anderem die folgenden:

  • Wallström sollte allen Mitgliedstaaten einen Besuch abstatten, und zwar bereits während der ersten sechs Monate ihrer Amtszeit, um die Haltungen der Bürger zur EU und Menschen, die die EU unterstützen und Vorteile aus ihr gezogen haben sowie nationale Medienvertreter und führende Politiker kennenzulernen.
  • Das Bewusstsein für Vorteile der EU-Mitgliedschaft sollte gefördert werden, indem in diesem Bereich akademische Forschung betrieben wird und indem die Vorteile auf professionelle Weise an die Bürger der einzelnen EU-Länder vermittelt werden. Populäre ‚Botschafter/innen des guten Willens‘ sollten eingesetzt werden, um das Bewusstsein für die Vorteile Europas zu fördern.
  • Die Informationen einfach halten,  indem langweilige Informationen auf ein Minimum reduziert werden: drei Hauptpunkte sollten bei jeder Mitteilung in den Mittelpunkt gerückt werden.
  • Medien sollten ermutigt werden, über die EU zu berichten  und vor allem auch über politische Meinungsverschiedenheiten auf EU-Ebene. Die EU sollte außerdem in die Lage versetzt werden, zügiger auf Ereignisse zu reagieren, indem sie einen EU-Pressesaal einrichtet, der internationalen Medien aktuelle Informationen und Materialien liefern kann. Journalisten sollten nach Brüssel eingeladen werden, um dort Intensivkurse in EU-Berichterstattung zu erhalten. Die Kontakte zu landesweiten und regionalen Medien in den EU-Ländern sollten verbessert werden.
  • Optimierung der EU-Kommunikations- und Berichterstattungsstrukturen durch eine engere Zusammenarbeit der EU-Institutionen und die Beseitigung administrativer Hindernisse.
  • Die Annahme einer Dezentralisierungs-Strategie,  die nationale Regierungen für die EU-Informationsvermittlung in ihren Ländern verantwortlich macht und Einrichtung einer ‚Task Force‘ zu diesem Zweck auf nationaler Ebene.