EU-Öffentlichkeitsarbeit soll dezentralisiert werden [DE]
Die Konturen der künftigen Kommunikationsstrategie von Wallström werden langsam deutlicher, obwohl sich ihre Veröffentlichung anscheinend aufgrund der anstehenden Verfassungsreferenden verzögert.
Die Konturen der künftigen Kommunikationsstrategie von Wallström werden langsam deutlicher, obwohl sich ihre Veröffentlichung anscheinend aufgrund der anstehenden Verfassungsreferenden verzögert.
Am 24. Mai hat Kommissarin Wallström vor Brüsseler Journalisten betont, dass die Kommunikation der EU, um wirksamer zu werden, verstärkt in die Mitgliedstaaten und näher an die Bürger getragen werden soll. Treffen mit Vertretern der nationalen Parlamente und der nationalen Presse sowie mehr Kommunikationsfachwissen in den Vertretungen der Kommission sollen den Weg für eine dezentralisiertere Informations- und Kommunikationsstrategie bahnen.
Hierzu müsse auch die eigene interne Kommunikationskultur der Kommission verbessert werden. Außerdem müsse besser zugehört und auch die Zusammenarbeit mit den Medien müsse verbessert werden. Zu den weiteren von der Kommission vorgeschlagenen Elementen gehörten daher nicht nur eine effizientere Vorausplanung, sondern auch mehr Treffen mit Journalisten.
Von der Kommissarin gefragt, ob die Gründung eines eigens für EU-Angelegenheiten eingerichteten Fernsehsenders eine gute Idee sei, zeigten sich die anwesenden Journalisten nicht sonderlich begeistert.
Kommissionsquellen bestätigen unterdessen, dass der lang erwartete Aktionsplan vor dem Sommer angenommen werden soll. Das Weißbuch über die Informations- und Kommunikationsstrategie soll nach der Sommerpause vorgestellt werden.