EU schlägt neue „weitreichende“ Sanktionen gegen Russland vor
Kaja Kallas fordert Europa auf, angesichts der intensiven Bombardierungen der Ukraine in diesem Sommer eine härtere Haltung gegenüber Russland einzunehmen.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat erklärt, sie wolle die Zahl der wegen des Krieges in der Ukraine sanktionierten russischen Einrichtungen um ein Drittel erhöhen, berichtete die deutsche Zeitung Die Welt am Montag.
Die EU hat seit Beginn der großangelegten Invasion Russlands in der Ukraine im Jahr 2022 21 Sanktionsrunden gegen Russland verabschiedet.
„Für den Herbst schlage ich die weitreichendsten Sanktionslisten seit Kriegsbeginn vor“, sagte Kallas gegenüber Die Welt. „Sobald sie verabschiedet sind, würden sie die Gesamtzahl der sanktionierten russischen Einrichtungen sofort um ein Drittel erhöhen“.
Die EU-Außenkommissarin forderte Europa auf, angesichts der intensiven Bombardierungen der Ukraine im Sommer eine härtere Haltung gegenüber Russland einzunehmen. „Wenn wir zu schwach reagieren, wird es noch mehr solcher Vorfälle geben“, sagte sie.
Langwierige Verhandlungen
Die Äußerungen erfolgten Wochen, nachdem die EU ein abgeschwächtes Sanktionspaket verabschiedet hatte, das nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten gebilligt worden war.
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Insbesondere Griechenland hatte Einwände gegen Maßnahmen zur Einschränkung des Transports von russischem Flüssigerdgas (LNG) erhoben, da Athen unverhältnismäßige Auswirkungen auf den Schifffahrtssektor des Landes befürchtete.
Die Sanktionen, die laut Kallas der russischen Kriegsmaschinerie „über 1 Billion Euro“ entzogen haben, richten sich nach Angaben der Europäischen Kommission derzeit gegen 3.000 Personen und Organisationen.
(ow)