Brand in polnischer Starlink-Station laut Minister „Sabotage“
Die Station dient zur Weiterleitung von Internetverkehr durch Polen, unter anderem in die Ukraine.
In der Nacht brach in einer Starlink-Satellitenkommunikationsstation in Zentralpolen ein Feuer aus, wie der Minister für digitale Angelegenheiten am Donnerstag mitteilte und den Brand als „Sabotageakt“ bezeichnete.
„Dieser Sabotageakt war gezielt darauf ausgerichtet, die Station außer Betrieb zu setzen und damit den Internetzugang für verschiedene Institutionen, darunter die ukrainische Armee, zu unterbrechen“, sagte Krzysztof Gawkowski gegenüber dem polnischen öffentlich-rechtlichen Sender TVP Info und fügte hinzu, dass das Feuer am späten Mittwochabend ausgebrochen sei und die Station weiterhin betriebsbereit sei.
„Vieles deutet darauf hin, dass wir es hier mit einem Element der nächsten Phase der hybriden Kriegsführung zu tun haben“, fügte er hinzu.
Die Station, die dem staatlichen Telekommunikationsunternehmen Exatel gehört, wird laut dem Minister unter anderem dazu genutzt, Internetverkehr durch Polen, unter anderem in die Ukraine, zu leiten.
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Sie wird auch von SpaceX-Systemen genutzt, die über Starlink-Terminals eine Internetverbindung bereitstellen.
Gawkowski erklärte, die Ermittlungen zu den Ursachen des Brandes seien noch im Gange, und dass „viele Anzeichen darauf hindeuten, dass dies in diese neue russische Angriffsdoktrin passt“.
Polen, ein NATO- und EU-Mitgliedstaat an der Ostflanke des Bündnisses, hat Russland seit Moskaus großangelegter Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 mehrfach „Sabotage“ vorgeworfen. Polen ist zum wichtigsten Knotenpunkt für den Transport westlicher militärischer und humanitärer Hilfe nach Kyjiw geworden.
Anfang dieses Monats warnte Ministerpräsident Donald Tusk, dass Russlands Pläne im Krieg gegen die Ukraine „hybride“ Drohnen- und Raketenangriffe gegen die Verbündeten Kyjiws beinhalten.
(at)