EU unterstützt Opposition in Weißrussland [DE]
Die EU hat Weißrussland aufgefordert, die während den Demonstrationen am 25. März 2007 in Minsk gefangen genommenen Oppositionsanhänger frei zu lassen.
Die EU hat Weißrussland aufgefordert, die während den Demonstrationen am 25. März 2007 in Minsk gefangen genommenen Oppositionsanhänger frei zu lassen.
Rund 15.000 Oppositionelle gingen auf die Straße, um gegen „Europas letzter Diktatur“ und gegen den autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko zu protestieren. Sie werfen Lukaschenko Wahlbetrug bei den Wahlen im vergangenen Jahr vor.
Die Kommissarin für Außenbeziehungen und europäische Nachbarschaftspolitik Benita Ferrero-Waldner forderte am 26. März die weißrussische Regierung auf, unverzüglich alle Demonstranten freizulassen, die dafür verhaftet wurden, ihre Meinung friedlich geäußert zu haben.
Etwa 74 Oppositionsanhänger wurden vor und während der Proteste verhaftet.
EU-Ratspräsidentin Angela Merkel sowie Kommissionspräsident José Manuel Barroso haben ihre Solidarität mit den Bürgern Weißrusslands verkündet. Barroso erklärte, die EU sei bereit eine Zusammenarbeit mit Weißrussland zu beginnen, wenn diese auf Grundlage von Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit beruhe.
Der polnische Europaabgeordnete Janusz Onyszkiewicz erklärte, die Demonstration habe die Entschlossenheit der Bürger Weißrusslands gezeigt, ihren Kampf für mehr Demokratie und Meinungsfreiheit fortzuführen. Sie seien sich des Weiteren der Unterstützung der EU bewusst.
Die Proteste fallen mit dem Jahrestag der ersten Unabhängigkeitserklärung Weißrusslands im Jahre 1918 sowie mit den Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jubiläums der EU in Berlin zusammen.