EVP-Gipfel: Von der Leyens erster öffentlicher Termin nach Lungenentzündung

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nimmt an diesem Freitag in Berlin an einem Gipfeltreffen der Europäischen Volkspartei teil. Es ist ihr erster öffentlicher Auftritt vor Ort, nachdem sie aufgrund einer schweren Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt wurde.

EURACTIV.com
Joint Press Conference – Antonio Costa – Ursula Von Der Leyen – Victor Orban
Ein Sprecher der Kommission teilte Euractiv am Mittwoch mit, dass von der Leyen an dem Treffen nationaler Parteiführer ihrer konservativen Parteienfamilie teilnehmen werde. [Jonathan Raa/NurPhoto]

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nimmt an diesem Freitag in Berlin an einem Gipfeltreffen der Europäischen Volkspartei teil. Es ist ihr erster öffentlicher Auftritt vor Ort, nachdem sie aufgrund einer schweren Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt wurde.

Berlin – Von der Leyens Erkrankung hatte in Brüssel für Aufsehen gesorgt, gefolgt von Fragen zur Transparenz. Die EU-Kommission hatte verheimlicht, dass die Präsidentin nach einer Lungenentzündung zeitweise im Krankenhaus gewesen war. Inzwischen scheint sie sich jedoch ausreichend erholt zu haben.

Von der Leyen werde am Treffen nationaler Parteiführer ihrer konservativen Parteienfamilie teilnehmen, sagte eine Kommissionssprecherin Euractiv am Mittwoch. Dies sei auch ihr erster Termin vor Ort seit ihrer Erkrankung an einer Lungenentzündung, bestätigte sie.

Das „EVP-Führungsretreat“ wird von CDU-Chef Friedrich Merz im Konrad-Adenauer-Haus – dem Berliner Hauptsitz der CDU – ausgerichtet. Die Teilnehmer sollen über die „Antwort der EVP auf die bevorstehenden Herausforderungen“ im Vorfeld der Bundestagswahlen im Februar diskutieren, bei der Merz  zum Kanzler gewählt werden könnte.

Mehrere EU-Staats- und Regierungschefs aus der EVP werden ebenfalls erwartet.

Von der Leyens Büro hatte am 3. Januar bekannt gegeben, dass die Präsidentin ihre Reisepläne bis Mitte Januar abgesagt habe und ihre Amtsgeschäfte wegen einer „schweren“ Lungenentzündung von ihrem Zuhause in Hannover ausführen werde.

Später wurde berichtet, dass sie in diesem Zeitraum auch im Krankenhaus war. Am Dienstag weigerte sich der Sprecherdienst der Kommission, sich für diese Auslassung zu entschuldigen, und argumentierte, dass alle „wesentlichen Informationen“ bereitgestellt worden seien.

[Bearbeitet von Martina Monti/Victoria Becker]