Facebook-Mitarbeiter protestieren mit virtuellem Streik
Anders als Twitter ist Facebook nicht gegen eine umstrittene Aussage des Präsidenten vorgegangen. Das hat Facebook-Chef Zuckerberg Kritik eingehandelt.
Anders als Twitter ist Facebook nicht gegen eine umstrittene Aussage des Präsidenten vorgegangen. Das hat Facebook-Chef Zuckerberg Kritik eingehandelt.
Dies ist ein Artikel von EURACTIVs Medienpartner Der Tagesspiegel.
Facebook-Mitarbeiter sind aus Protest gegen den Umgang des sozialen Netzwerks mit einem umstrittenen Post von Donald Trump in einen virtuellen Streik getreten. Wie die „New York Times“ berichtet, haben zahlreiche Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt und vom Homeoffice aus mit einer Art „digitalem Walkout“ ihren Protest ausgedrückt.
Hintergrund ist die Entscheidung des Konzerns, einen Facebook-Post des US-Präsidenten, der als Gewaltaufruf verstanden werden kann, weder zu löschen noch mit einem Hinweis als gewaltverherrlichenden Inhalt zu markieren.
Wie viele Mitarbeiter sich an der Protestaktion beteiligten, ist nicht bekannt. Dem US-Nachrichtensender MSNBC gegenüber schätzte ein Facebook-Mitarbeiter die Anzahl der Protestierenden auf bis zu 600.
Laut New York Times haben zahlreiche Mitarbeiter ihre Profile und die automatische Abwesenheitsbenachrichtigung ihrer Emails mit dem Hinweis versehen, dass sie außer Haus seien, um ihren Protest auszudrücken. Zudem sollen Facebook-Mitarbeiter intern Petitionen verbreitet und mit ihrer Kündigung gedroht haben.
Auch auf sozialen Medien wurde der Protest der Facebook-Mitarbeiter sichtbar. Unter dem Hashtag #TakeAction forderten Angestellte ihren Arbeitgeber auf, sich die Entscheidung zu Trumps Post noch einmal vorzunehmen. Sie solidarisierten sich mit der Schwarzen Community und der antirassistischen Bewegung #BlackLivesMatter.