Finnlands Sozialdemokraten sind wieder auf dem Vormarsch
Die Sozialdemokratische Partei gewinnt an Popularität und verkleinert den Vorsprung der liberal-konservativen Nationalen Koalitionspartei.
Die Sozialdemokratische Partei von Ministerpräsidentin Sanna Marin gewinnt wieder an Popularität und verkleinert den Vorsprung der liberalkonservativen Nationalen Koalitionspartei (NCP).
Dies geht aus einer neuen vom Finnischen Rundfunk (YLE) in Auftrag gegebenen Umfrage hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.
Die NCP, die im Frühjahr einen komfortablen Vorsprung hatte, verlor in einer neuen Umfrage 2,2 Prozentpunkte ihrer Unterstützung, bleibt aber mit 23,7 Prozent die beliebteste Partei im Lande.
Die Partei profitierte von der politischen Dynamik des NATO-Beitrittsantrags, deren Wirkung nun aber nachlässt.
Die Sozialdemokraten verzeichneten mit 19,8 Prozent ihre besten Umfragewerte seit fast einem Jahr, was einem Anstieg von 1,1 Prozent entspricht. In einem Interview mit YLE verwies der Forschungsdirektor des Meinungsforschungsinstituts Taloustutkimus auf den Umgang von Ministerpräsidentin Sanna Marin mit der Sicherheitskrise.
Auch die Beliebtheit der Partei bei den Arbeiterwählern hat zugenommen. Die nationalistische Finnenpartei bleibt die drittbeliebteste Partei des Landes mit 15,3 Prozent und einem Zuwachs von 0,4 Prozent.
Am unteren Ende der Tabelle gab es keine großen Veränderungen. Die Zentrumspartei unter dem Vorsitz von Finanzministerin Annikka Saarikko erhielt 11,8 Prozent der Stimmen, gefolgt von den Grünen mit 9,7 Prozent und der Linksallianz mit 7,8 Prozent.
Weniger als ein Jahr vor den Parlamentswahlen im April 2023 dürfte der Kampf um das Amt des nächsten Ministerpräsidenten zu einem Zweikampf zwischen der derzeitigen Ministerpräsidentin Sanna Marin und dem NCP-Vorsitzenden Petteri Orpo werden.
Eine weitere Umfrage, die von der Zeitung Helsingin Sanomat in Auftrag gegeben und ebenfalls am Donnerstag (7. Juli) veröffentlicht wurde, zeigt die Zufriedenheit mit der Leistung von Präsident Sauli Niinistö.
92 Prozent sind der Meinung, dass er sein Amt gut oder eher gut ausgeübt hat. Die nächsten Präsidentschaftswahlen finden Anfang 2024 statt.
Gemäß der Verfassung kann Niinistö nicht für eine dritte sechsjährige Amtszeit kandidieren.