Frankreich unterzeichnet Wirtschaftsabkommen mit China

Frankreich und China haben während Präsident Emmanuel Macrons Reise in das Land mehrere Wirtschaftsabkommen mit großen Unternehmen in Bereichen wie Verkehr, Energie, Landwirtschaft, Kultur und Wissenschaft unterzeichnet.

/ EURACTIV.fr / Reuters
French President Emmanuel Macron visits China
Macron (links) ist am Mittwoch zusammen mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und mehr als 50 französischen Wirtschaftsvertretern aus einer Vielzahl von Branchen in China eingetroffen. [EPA-EFE/Ng Han Guan / POOL]

Frankreich und China haben während Präsident Emmanuel Macrons Reise in das Land mehrere Wirtschaftsabkommen mit großen Unternehmen in Bereichen wie Verkehr, Energie, Landwirtschaft, Kultur und Wissenschaft unterzeichnet.

Das teilte der Élysée-Palast am Donnerstag (6. April) mit.

Macron war am Mittwoch zusammen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und mehr als 50 französischen Wirtschaftsvertretern aus einer Vielzahl von Branchen in China eingetroffen.

Gemeinsam mit großen Unternehmen schlossen Frankreich und China mehrere Abkommen in Schlüsselsektoren wie Verkehr, Energie, Landwirtschaft, Kultur und Wissenschaft ab, wie aus einem von EURACTIV eingesehenen Dokument der französischen Präsidentschaft hervorgeht.

Eines der größten Abkommen, das mit China unterzeichnet wurde, sieht die Einrichtung einer neuen Montagelinie im Werk des französischen Flugzeugherstellers Airbus in Tianjin vor, damit das Unternehmen seine Produktionskapazität für die A320-Modelle verdoppeln kann. Die neue Linie soll 2025 voll betriebsbereit sein.

Der französische Energiekonzern EDF erneuerte außerdem sein 2007 unterzeichnetes Abkommen mit dem chinesischen Kernkraftwerksbetreiber CGN, wodurch der Bau neuer Kernkraftwerke ermöglicht wird.

Im Bereich der Landwirtschaft hat das Wasser- und Abfallwirtschaftsunternehmen Suez einen Auftrag für ein Meerwasserentsalzungsprojekt erhalten.

Das internationale Kosmetikunternehmen L’Oréal schloss zudem eine dreijährige Partnerschaft mit dem chinesischen E-Commerce-Unternehmen Alibaba im Bereich des „nachhaltigen Konsums“ ab.

Gleichzeitig einigten sich Macron und der chinesische Präsident Xi Jinping auch über kulturelle Fragen.

Eine der Vereinbarungen sieht vor, dass das Palastmuseum in der Verbotenen Stadt von Peking in Zusammenarbeit mit dem Schloss von Versailles eine Ausstellung mit dem Titel „Das Schloss von Versailles und die Verbotene Stadt, Austausch zwischen Frankreich und China im 18. Jahrhundert“ organisiert. Diese Ausstellung war ursprünglich für 2020 geplant, wurde aber wegen der Pandemie verschoben.

Die beiden Länder bekundeten auch ihren Wunsch, die Erteilung von Visa für die Mobilität von Studierenden und Lehrkräften zu erleichtern, die im wissenschaftlichen Bereich tätig sind.

Unterdessen erklärte von der Leyen, dass die Handelsbeziehungen zwischen der EU und China zunehmend unausgewogen seien.

„Die EU wird immer wachsamer, wenn es darum geht, ihre Interessen […] zu schützen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten“, sagte von der Leyen gegenüber Reportern in Peking.

Macron wird am Freitag aus China abreisen.