Frankreich verzeichnet deutlichen Rückgang bei Energieverbrauch

Der Strom- und Gasverbrauch in Frankreich ist im Vergleich zum Vormonat um etwa zehn Prozent gesunken, wie aus den jüngsten Daten der Strom- und Gasnetzbetreiber hervorgeht. Die Regierung lobt die Sparsamkeit der Verbraucher:innen.

/ EURACTIV.fr
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Frankreich nähert sich dem von Premierministerin Elisabeth im August gesetzten Ziel einer Energiereduktion von 10 Prozent, da der Stromverbrauch der Haushalte und der Industrie im letzten Monat um 9 Prozent und in der letzten Woche um 9,7 Prozent gesunken ist, berichtete der Stromnetzbetreiber RTE am Mittwoch. [Shutterstock/HJBC]

Der Strom- und Gasverbrauch in Frankreich ist im Vergleich zum Vormonat um etwa zehn Prozent gesunken, wie aus den jüngsten Daten der Strom- und Gasnetzbetreiber hervorgeht. Die Regierung lobt die Sparsamkeit der Verbraucher:innen.

Frankreich nähert sich dem von Premierministerin Elisabeth Borne im August gesetzten Ziel einer Reduzierung des Energieverbrauchs von 10 Prozent, da der Stromverbrauch der Haushalte und der Industrie im letzten Monat um 9 Prozent und in der letzten Woche um 9,7 Prozent gesunken ist, wie der Stromnetzbetreiber RTE am Mittwoch erklärte.

„Es ist sehr beeindruckend und alles andere als selbstverständlich“, sagte RTE-Exekutivdirektor Thomas Veyrenc bei einer Senatsanhörung am Mittwoch. Die Ergebnisse seien so vielversprechend, dass die „Worst-Case-Szenarien“ vorerst ad acta gelegt werden konnten.

Die Ministerin für die Energiewende, Agnès Pannier-Runacher, lobte auch die „kollektiven Anstrengungen“ der Verbraucher:innen, den Stromverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Rückgang von neun Prozent entspreche „dem Äquivalent von sieben Atomkraftwerken“, sagte sie dem Radiosender France Bleu.

Auch der Gasverbrauch im Land ist deutlich zurückgegangen: Vom 1. August bis zum 11. November sank der Verbrauch um 10,5 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2018, wie der Betreiber des Erdgasfernleitungsnetzes GRTgaz mitteilte. Der Rückgang lässt sich durch den Rückgang des Verbrauchs in der Industrie um 22,1 Prozent und in den Haushalten um 14,1 Prozent erklären.

Gleichzeitig ist jedoch die Nachfrage nach Strom aus Gas um 43,5 Prozent gestiegen.

„Das kollektive Bewusstsein führt dazu, dass die Gasverbraucher ihren nicht lebensnotwendigen Verbrauch reduzieren“, während der deutliche Anstieg der Energiekosten die Unternehmen dazu veranlasse, ihre Verbrauchspläne insgesamt zu überdenken, so GRTgaz.