Frankreich will Wasserverbrauch der Schwerindustrie radikal senken

Die französische Regierung stellte am Montag ihren ersten "Wasserplan" vor, der 12 Industriestandorte wie die von Unternehmen wie ArcelorMittal, Saint-Gobain und TotalEnergies bei der Reduzierung des Wasserverbrauchs unterstützen soll.

EURACTIV.fr
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Béchus Ankündigung ist die erste Umsetzung des im vergangenen März vorgestellten "Wasserplans" des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der darauf abzielt, den gesamten Wasserverbrauch des Landes bis 2030 um 10 Prozent zu senken. Die Liste der Standorte soll bis September auf 50 erweitert werden. [Shutterstock/ToptoDown]

Die französische Regierung stellte am Montag ihren ersten „Wasserplan“ vor, der 12 Industriestandorte wie die von Unternehmen wie ArcelorMittal, Saint-Gobain und TotalEnergies bei der Reduzierung des Wasserverbrauchs unterstützen soll.

Diese 12 Industriestandorte, die einem breiten Spektrum von Sektoren angehören, darunter Chemie, Pharmazie, Energie, Metallurgie, Bauwesen, Halbleiter und Lebensmittel, werden von maßgeschneiderten staatlichen Unterstützungsprogrammen profitieren, um ihren Gesamtwasserverbrauch zu senken, kündigte Umweltminister Christophe Béchu am Montag an.

Dies geschah im Anschluss an einen Besuch des Ministers beim führenden französischen PVC-Hersteller Kem One, einem besonders wasserintensiven Werk. Dabei gibt es in der Region gar nicht so viel Wasser.

Béchus Ankündigung ist die erste Umsetzung des im vergangenen März vorgestellten „Wasserplans“ des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der darauf abzielt, den gesamten Wasserverbrauch des Landes bis 2030 um 10 Prozent zu senken. Die Liste der Standorte soll bis September auf 50 erweitert werden.

Die betreffenden Unternehmensverbände werden ihren derzeitigen Wasserbedarf und -verbrauch darlegen und dann in Zusammenarbeit mit den Regierungsbehörden strukturierte Pläne zur Senkung des Gesamtverbrauchs ausarbeiten.

Auf die Industrie entfallen mehr als 6 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs des Landes, so die von der spezialisierten öffentlichen Einrichtung Eaufrance erhobenen Daten für 2021. Der Wasserverbrauch ist seit 2018 insgesamt um 17 Prozent gesunken, so Eaufrance weiter.

Die Regierung wird außerdem weitere 100 Millionen Euro investieren, um eine Reihe von wasserreduzierenden Innovationen zu unterstützen.

Bei seinen Ankündigungen wurde Béchu von den Ministern für Industrie und Biodiversität des Landes begleitet: ein Zeichen dafür, dass Wasserfragen angesichts historischer Dürren, einer zunehmenden Zahl von Waldbränden und noch nie dagewesener Hitzewellen in Frankreich und Europa im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte stehen.