Französisches Wirtschaftswachstum bremst, Inflation soll aber zurückgehen
Das französische Statistikamt Insee hat für die kommenden Monate eine starke Verlangsamung des Wachstums vorausgesagt, aber seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr angehoben.
Das französische Statistikamt Insee hat für die kommenden Monate eine starke Verlangsamung des Wachstums vorausgesagt, aber seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr angehoben.
Das Insee hat am Mittwoch Wachstumsschätzungen veröffentlicht, die für das dritte Quartal 2022 eine Wachstumsrate von 0,2 Prozent vorhersagen, gefolgt von einer Stagnation (0,0 Prozent) im vierten Quartal.
Diese Zahlen liegen unter denen des zweiten Quartals (0,5 Prozent), aber auch unter den Berechnungen zu Jahresbeginn, die im Juni ein Wachstum von 0,3 Prozent für die letzten beiden Quartale vorhersagten.
Für das gesamte Jahr rechnet das Institut mit einem Wachstum von 2,6 Prozent und ist damit optimistischer als im Juni, als es ein Wachstum von 2,3 Prozent ankündigte. Es sei insbesondere durch den Sommertourismus gestützt worden, so der Leiter der Konjunkturabteilung des Insee Julien Pouget, der am Mittwoch auf einer Pressekonferenz sprach.
Das Insee hat auch seine Inflationsschätzungen für 2022 revidiert, die bei 5,3 Prozent gegenüber den im Juni angekündigten 5,5 Prozent liegen dürften.
Das Statistikamt äußerte sich besorgt über die Risiken einer Aussetzung bestimmter Aktivitäten aufgrund des deutlichen Anstiegs der Energiepreise.
Die Energiepreise haben auch die Kaufkraft der Haushalte belastet, die im Laufe des Jahres um 0,5 Prozent gesunken ist.
Staatliche Maßnahmen wie die Aufwertung des Mindestlohns und der Gehälter im öffentlichen Dienst haben diesen Rückgang begrenzt.