Generationenwechsel: Frankreich will 150.000 neue Landwirte werben
Frankreich will in den nächsten zehn Jahren 150.000 neue Landwirte in den Beruf einführen. Sie sollen die vielen Landwirte ersetzen, die in diesem Zeitraum in den Ruhestand gehen, und gleichzeitig den ökologischen Wandel des Sektors beschleunigen, kündigte der französische Landwirtschaftsminister Marc Fesneau am Sonntag an.
Frankreich will in den nächsten zehn Jahren 150.000 neue Landwirte in den Beruf einführen. Sie sollen die vielen Landwirte ersetzen, die in diesem Zeitraum in den Ruhestand gehen, kündigte der französische Landwirtschaftsminister Marc Fesneau an.
Da die Hälfte der französischen Landwirte in den nächsten 10 Jahren in den Ruhestand gehen wird, will Fesneau, dass die Zahl der neuen Landwirte, die in den Beruf eintreten, exponentiell steigt.
„Wir müssen mehr junge und nicht mehr ganz so junge Menschen anziehen, um die Erneuerung der Generationen zu gewährleisten“, sagte der Minister auf der Jahresfeier der Gewerkschaft Jeunes Agriculteurs (JA) in Cambrai am Sonntag.
Um die Attraktivität des Sektors zu erhöhen, wird demnächst eine Kommunikationskampagne für Schüler gestartet. Außerdem werden neue Möglichkeiten für Lehrstellen geschaffen, um die landwirtschaftlichen Berufe zu entdecken und die Ausbildung zu fördern.
Ziel ist es, die Zahl der Auszubildenden um 30 Prozent zu erhöhen, „damit genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen“, so Fesneau.
Um diese Ziele zu erreichen, hat der Minister zusätzliche Mittel in Höhe von 1 Milliarde Euro im Jahr 2024 – eine Aufstockung des Budgets um 15 Prozent – und 2,5 Milliarden Euro für 2025 und 2026 zugesagt.
Mit diesen Mitteln könnten die Landwirte auch bei der ökologischen Umstellung unterstützt werden, etwa bei der Reduzierung des Pestizideinsatzes, der Dekarbonisierung des Sektors und der Anpassung an die globale Erwärmung.
„Ich würde diesen Horizont so zusammenfassen, dass wir unsere Souveränität durch unsere Widerstandsfähigkeit und damit unsere Fähigkeit, die großen Umstellungen zu unterstützen, wiedergewinnen“, betonte er.
In einer Pressemitteilung bedauerte Greenpeace das Fehlen eines Engagements für die Umstellung des Tierhaltungssektors, „obwohl dieser im Mittelpunkt der Agrar- und Ernährungsumstellung steht, was sehr enttäuschend ist.“
Die Regierung arbeitet derzeit einen Gesetzesentwurf zu diesem Thema aus, der im Dezember vom Parlament geprüft werden soll.