Gescheiterte Tarifverhandlungen: Finnland droht Streikwelle
Aufgrund von gescheiterten Tarifverhandlungen am Wochenende drohen die Gewerkschaften im Technologie- und Industriesektor mit einem Massenstreik. Die Streikwelle droht sich auch auf andere Sektoren auszuweiten.
Aufgrund von gescheiterten Tarifverhandlungen am Wochenende drohen die Gewerkschaften im Technologie- und Industriesektor mit einem Massenstreik. Die Streikwelle droht sich auch auf andere Sektoren auszuweiten.
Ausgehend von einer Inflationsrate von fast 10 Prozent und in Anlehnung an den jüngsten Tarifabschluss in Deutschland forderte die Industriegewerkschaft eine Erhöhung der Gehälter um 5 Prozent pro Jahr.
Die Arbeitgebervertreter des Industriesektors schlugen jedoch stattdessen eine Erhöhung von 6,6 Prozent über einen Zeitraum von zwei Jahren vor. Sollten es zu keiner Einigung kommen, haben die Gewerkschaften bereits einen groß angelegten Streik für Mittwoch (01. Februar) angekündigt.
Diese Ankündigungen hat bereits jetzt Auswirkungen auf die anderen Gewerkschaften. So hat etwa die Gewerkschaft Pro und der Verband der Fach- und Führungskräfte (YTN) für Anfang Februar dreitägige Streiks angekündigt.
Gleichzeitig hat die Service Union United (PAM), eine Gewerkschaft für Beschäftigte des privaten Dienstleistungssektors, mit einem Streik in der zweiten Woche des Monats gedroht. Ihre fast 200.000 Mitglieder:innen arbeiten im Einzelhandel, in der Immobilienbranche, bei Sicherheitsdienstleistern sowie in der Tourismus-, Restaurant- und Freizeitbranche.
Der für die Exporte des Landes wohl ungünstigste Streik wäre der der finnischen Transportarbeitergewerkschaft (AKT), die 45.000 Beschäftigte im Verkehrssektors vertritt.
Die meisten Tarifverträge im Verkehrssektor laufen am Dienstag aus, und Medienberichten zufolge bereiten sich die Beschäftigten des Verkehrssektors auf Streiks Mitte Februar vor, die sich auf den LKW-Verkehr und die Häfen des Landes auswirken sollen.