Italien kritisiert Zinserhöhungen der EZB

Die Erhöhung der Zinsen durch die Europäischen Zentralbank (EZB) schadet aus Sicht des italienischen Außenministers Antonio Tajani Italien. Er fordert Zinssenkungen, um das Wachstum des Landes zu fördern.

EURACTIV.it
European Parliament President Tajani lecture in Rome
Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (Fratelli d'Italia/ECR) hat nicht mit Kritik an der Europäischen Zentralbank (EZB) und ihrer Präsidentin Christine Lagarde gespart. Am Mittwoch schloss sich Außenminister und stellvertretender Ministerpräsident Antonio Tajani (Forza Italia/EVP) der Kritik auf dem Rimini Meeting an. Diese Veranstaltung wurde von der einflussreichen katholischen Laiengruppe Communio e Liberazione organisiert. [EPA-EFE/GIUSEPPE LAMI]

Die Erhöhung der Zinsen durch die Europäischen Zentralbank (EZB) schadet aus Sicht des italienischen Außenministers Antonio Tajani Italien. Er fordert Zinssenkungen, um das Wachstum des Landes zu fördern.

Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (Fratelli d’Italia/ECR) spart bereits seit längerem nicht mit Kritik an der Europäischen Zentralbank (EZB) und ihrer Präsidentin Christine Lagarde.

„Die Anhebung der Zinssätze schadet dem Wachstum unseres Landes. In China wurde der Zinssatz gesenkt, um die Krise der Immobilienblase zu bekämpfen. Das hätte man tun sollen, und es ist genau das Gegenteil von dem, was die EZB getan hat“, erklärte Tajani (Forza Italia/EVP) beim Rimini Meeting, einer Veranstaltung der katholischen Gruppe Communio e Liberazione.

Bereits im Juni hatte Tajani erklärt, er sei von Lagarde wegen ihrer wirtschaftspolitischen Entscheidungen enttäuscht. Er sei insbesondere nicht damit einverstanden, dass die Ankündigung von Zinserhöhungen lange im Voraus erfolgt sei, was Panik und weiteren Schaden verursacht habe, so Tajani.

Matteo Salvini, ebenfalls stellvertretender Ministerpräsident der Regierung sowie Verkehrsminister und Chef der Rechtsaußenpartei Lega (ID), griff die EZB ebenfalls an. Er nannte die Zinserhöhung „sinnlos und schädlich“, insbesondere für Italien.