Habeck forciert Gasspeicherung in Rehden
Die Bundesregierung hat die Speicherung von Gas im größten deutschen Gasspeicher Rehden zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit verordnet. Die Gasvorräte in dem an Gazprom verkauften Speicher waren bisher auf einem historischen Tiefstand.
Die Bundesregierung hat die Speicherung von Gas im größten deutschen Gasspeicher Rehden zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit verordnet. Die Gasvorräte in dem an Gazprom verkauften Speicher waren bisher auf einem historischen Tiefstand.
Gemessen am absoluten Volumen sind die deutschen Gasspeicher die größten in der EU. Die Speicherkapazitäten wurden durch den Verkauf des größten Gasspeichers in Rehden an Gazprom im Jahr 2015 beeinträchtigt.
Da die Speicher in der Anlage ständig bei etwa 2 Prozent der Kapazität schwanken, hat die Bundesregierung die Reißleine gezogen.
„Wir gehen einen weiteren wichtigen Schritt, um die Versorgungssicherheit und Vorsorge in Deutschland weiter zu stärken und um insbesondere für den nächsten Winter ausreichend gerüstet zu sein“, sagte der deutsche Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck am späten Mittwoch (1. Juni).
„Da die Speicherstände von Deutschlands größtem Gasspeicher in Rehden seit Monaten auf historischem Tief liegen, ist es notwendig hier schnell zu handeln“, fügte er hinzu.
Um einen weiteren Winter mit niedrigen Gasspeichern zu verhindern, hatte die Bundesregierung am 30. April ein Gesetz erlassen, das eine 80-prozentige Füllung der Speicher ab dem 1. Oktober vorschreibt.
Das Gesetz ermächtigte die Bundesregierung auch, per Verordnung einzugreifen, falls die Speicherpflichten auf absehbare Zeit nicht erfüllbar sein sollten.
„Im Fall Rehden ist das angesichts des Ukraine-Krieges der Fall“, sagte Habeck in einer Stellungnahme.
Anfang April war die Bundesregierung gezwungen, die Liquidation von Gazprom Germania, der deutschen Tochter des russischen Staatskonzerns, durch Verstaatlichung zu verhindern.
Mit der Einstellung der Gaslieferungen von Gazprom an Shell, von denen 1,2 Milliarden Kubikmeter für den deutschen Markt bestimmt waren, scheint sich die Situation nun langsam zuzuspitzen.
„Mit der Ministerverordnung schaffen wir die Voraussetzung, damit der Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe mit der Einspeicherung schnellstmöglich schnell beginnen kann“, erklärte der Minister.
[Bearbeitet von Nathalie Weatherald]