Hälfte der Schweizer Bevölkerung für Waffenlieferungen an die Ukraine
Laut einer am Mittwoch (1. März) veröffentlichten Umfrage von Tamedia und 20 Minuten ist die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer bereit, Drittstaaten zu erlauben, Schweizer Waffen und Munition in die Ukraine zu liefern.
Laut einer am Mittwoch (1. März) veröffentlichten Umfrage von Tamedia ist die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer bereit, Drittstaaten zu erlauben, Schweizer Waffen und Munition in die Ukraine zu liefern.
Wie Der Blick berichtet, sind 50 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer für einen Re-Export von Waffen, 46 Prozent dagegen und 4 Prozent können sich nicht entscheiden. Die Umfrageergebnisse zeigen eine Kluft zwischen den Generationen: Die Jüngeren sind deutlich skeptischer als die Älteren.
Zwei Drittel der über 65-Jährigen würden einem Reexport von Waffen grünes Licht geben. Umgekehrt lehnen 58 Prozent der 18- bis 34-Jährigen und 51 Prozent der 35- bis 49-Jährigen eine solche Maßnahme ab.
Die Schweizer sind auch geteilter Meinung, wenn es darum geht, die Gelder der russischen Oligarchen zu beschlagnahmen, um den Wiederaufbau der Ukraine zu finanzieren: 49 Prozent sind dafür, 46 Prozent dagegen.
Andererseits ergab die Umfrage eine starke Unterstützung für die Neutralität: 58 Prozent der Befragten glauben, dass die Schweiz nach wie vor neutral ist. 68 Prozent sind der Meinung, dass dieses Konzept eine Zukunft hat.
Die Umfrage wurde vom 15. bis 17. Februar unter 27.668 Personen aus der ganzen Schweiz durchgeführt.
Im Januar hat die Sicherheitspolizeiliche Kommission des Nationalrates die parlamentarische Initiative angenommen, die die Wiederausfuhr von Schweizer Waffen aus Drittländern in die Ukraine erlaubt. Dieser Beschluss ist jedoch noch nicht endgültig gefasst, sondern befindet sich in einem Anfangsstadium.
Die Schweiz sah sich der Kritik Deutschlands und Spaniens ausgesetzt, weil sie die Ausfuhr von Schweizer Munition in die Ukraine blockiert hatte.
Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner European Pravda.