Historisch tiefe Wahlbeiteiligung befürchtet
Bis 14 Uhr gingen 20,2 Prozent der deutschen Wahlberechtigten zu den Urnen. Das sind noch weniger als beim letzten Mal, als die Beteiligung am Ende einen historischen Tiefstand erreichte.
Bis 14 Uhr gingen 20,2 Prozent der deutschen Wahlberechtigten zu den Urnen. Das sind noch weniger als beim letzten Mal, als die Beteiligung am Ende einen historischen Tiefstand erreichte.
Bis 14.00 Uhr gingen 20,2 Prozent der 64,3 Millionen hierzulande Wahlberechtigten zu den Urnen, wie der Bundeswahlleiter am Sonntagnachmittag mitteilte. Vor fünf Jahren hatte die Beteiligung bis 14.00 Uhr mit 20,4 Prozent noch etwas höher gelegen.
Somit könnte die Beteiligung diesmal noch niedriger ausfallen als 2004, als sie bei 43 Prozent gelegen und damit einen historischen Tiefstand erreicht hatte. Im Jahr 1999 waren es noch etwas mehr als 45 Prozent. Die Wahlberechtigten hierzulande können bei der siebten Europawahl seit 1979 bis 18.00 Uhr ihre Stimme abgeben.
Gewählt werden in Deutschland die 99 deutschen Abgeordneten im EU-Parlament mit seinen insgesamt 736 Sitzen. Der Wahltag, an dem auch Kommunalwahlen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland
stattfinden, gilt als Stimmungstest für die Bundestagswahl am 27. September.
Union in Umfragen vorn
Umfragen zufolge könnte die Union aus der Europawahl trotz möglicher
Verluste als stärkste Kraft hervorgehen. Der SPD werden nach ihrem Rekordtief
2004 leichte Stimmengewinne vorausgesagt. Die Wähler können sich insgesamt
zwischen 31 Parteien entscheiden. Bei der Europawahl vor fünf Jahren hatte in Deutschland die CDU 36,5 Prozent erreicht, die CSU 8,0 Prozent. Die SPD schaffte nur 21,5 Prozent. Die Grünen kamen auf 11,9 Prozent, die FDP und die inzwischen in der Linken aufgegangene PDS jeweils 6,1 Prozent. Neben Deutschland halten am Sonntag 18 weitere EU-Staaten Europawahlen ab.
(AFP)