Kommission betont Recht von Patienten auf Arzneimittel-Informationen [DE]
Der Generaldirektor von GD Unternehmen Horst Reichenbach hat über die Pläne der EU zur Verbesserung von Patienteninformationen sowie ihren Einsatz für eine stärkere und wettbewerbsfähigere europäische Pharmaindustrie gesprochen.
Der Generaldirektor von GD Unternehmen Horst Reichenbach hat über die Pläne der EU zur Verbesserung von Patienteninformationen sowie ihren Einsatz für eine stärkere und wettbewerbsfähigere europäische Pharmaindustrie gesprochen.
„Ohne eine starke Industrie werden die unheilbaren Krankheiten von heute unheilbar bleiben. Wettbewerbsfähigkeit treibt Innovation voran und Innovation rettet Leben“, so Reichenbach in seiner Rede vom 11. März 2005.
Er führte die folgenden Beispiele für Bereiche an, in denen die EU Wettbewerbsfähigkeit und Innovation fördert:
- Die Verordnung über Arzneimittel für seltene Krankheiten hat zur Zulassung von 21 neuen Medikamenten geführt. Sie hat auch zur Gründung von neuen Klein- und Mittelbetrieben beigetragen.
- Die Verordnung über Arzneimittel für Kinder, die sich derzeit noch in der Legislativphase befindet, soll der Industrie Anreize für die Entwicklung pädiatrischer Arzneimittel bieten.
- Die Kommission wird einen Gesetzesentwurf vorlegen, der sicherstellen soll, dass es einen klaren Rechtsrahmen für innovative Behandlungen gibt, um Risiken für die Industrie so gering wie möglich zu halten. Die Kommission will sich insbesondere auf Gentherapien, Zelltherapien und Gewebezüchtung konzentrieren.
Das vollständige Sicherheitsprofil von Arzneimitteln kann zum Zeitpunkt ihrer Zulassung nicht bekannt sein. Um das Risiko, dass Medikamente zurückgerufen werden müssen, künftig zu verringern, erlaubt die neue EU-Arzneimittelgesetzgebung nun Risiko-Managementpläne und bedingte Markzulassungen.
Die Kommission führt derzeit eine Studie über die Wirksamkeit bestehender Maßnahmen durch.
„Patienten haben das Recht auf mehr und bessere Informationen über ihre Medikamente“, so Reichenbach. Die Kommission arbeitet daher an einer „Partnerschaft für Patienteninformationen’, an der alle Interessenvertreter teilnehmen sollen. Um die Qualität der verfügbaren Arzneimittelinformationen zu verbessern, richtet sie derzeit eine öffentliche Arzneimitteldatenbank ein.