Lateinamerika fordert Reparationen von Europa
In weniger als zwei Wochen ist das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der lateinamerikanischen und karibischen Staaten und der EU anberaumt.
In weniger als zwei Wochen ist das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der lateinamerikanischen und karibischen Staaten und der EU anberaumt.
Das Treffen ist hierbei auch Teil einer europäischen Strategie, näher an die nicht-westlichen Demokratien heranzurücken – gerade auch wegen des Krieges in der Ukraine.
Vonseiten Lateinamerikas scheint sich die Begeisterung bislang allerdings in Grenzen zu halten. Wie aus den Vorschlägen zu den vorläufigen Abschlusserklärungen hervorgeht, versuchen die lateinamerikanischen Staaten nicht nur jede Erwähnung der Ukraine zu streichen, sondern wollen sogar Entschädigungszahlungen für den Kolonialismus fordern.
So müssten “geeignete Maßnahmen” ergriffen werden, um die “Würde der Opfer” des Sklavenhandels wiederherzustellen, heißt es in dem Vorschlag der lateinamerikanischen Staaten. Um das “kollektive Gedächtnis zu heilen” bräuchte es “Reparationen und Entschädigungen” heißt es weiter.
Ein Zusammenrücken sieht jedenfalls anders aus. Aber vielleicht steckt hinter dem lateinamerikanischen Vorstoß auch die Absicht, in den Gesprächen von Anfang an klarzustellen, dass man mit Europa auf Augenhöhe ist.
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- OSZE: Konferenz zum Klimawandel in Wien, Österreich