London besorgt über russischen Einfluss in Bosnien und Herzegowina

Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Donnerstag angekündigt, dass britische Militärspezialisten nach Bosnien und Herzegowina entsandt werden, um die Sicherheit zu fördern und den russischen Einfluss zu bekämpfen.

EURACTIV.com
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Auf Ersuchen des NATO-Hauptquartiers in Sarajewo werden ein britischer Experte für Desinformationsbekämpfung und ein ziviler Berater für strategische Verteidigung zur Ausbildung der Streitkräfte nach Bosnien und Herzegowina entsandt. [[Shutterstock/Viktor Khanevich]]

Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Donnerstag angekündigt, dass britische Militärspezialisten nach Bosnien und Herzegowina entsandt werden, um die Sicherheit zu fördern und den russischen Einfluss zu bekämpfen.

Auf Ersuchen des NATO-Hauptquartiers in Sarajevo werden ein britischer Experte für Desinformationsbekämpfung und ein ziviler Berater für strategische Verteidigung zur Ausbildung der Streitkräfte nach Bosnien und Herzegowina entsandt.

„Wir können nicht zulassen, dass der westliche Balkan zu einem weiteren Tummelplatz für Putins bösartige Machenschaften wird“, sagte Johnson. „Durch das Schüren von Sezessionismus und abspalterischen Bestrebungen versucht Russland, die Errungenschaften der letzten drei Jahrzehnte in Bosnien und Herzegowina rückgängig zu machen – Errungenschaften, die unserem gesamten Kontinent mehr Stabilität gebracht haben.“

„Deshalb verstärken wir unsere Unterstützung für Bosnien und Herzegowina und folgen damit dem Ruf unserer Freunde, den Frieden zu schützen, den sie zu Recht verdienen“, so Johnson weiter.

Nur wenige Tage nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine beschloss die EU, die Stärke ihrer EUFOR-Truppe von 600 auf 1.100 Soldat:innen zu erhöhen und Reserven zu entsenden, um eine mögliche Instabilität zu verhindern.

„Meine Botschaft an alle, die daran denken, Europa und den westlichen Balkan zu destabilisieren, ist klar: Die Operation [EUFOR] Althea ist da, um dies zu verhindern“, sagte der EU-Spitzendiplomat Josep Borrell damals und wies darauf hin, dass die Unterstützung von Frieden und Stabilität in Bosnien und Herzegowina nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine besonders wichtig geworden sei.

Gleichzeitig droht Bosnien und Herzegowina zu zerfallen, da der bosnische Serbenführer Milorad Dodik kürzlich deutlich gemacht hat, dass er seine Pläne, die serbische Hälfte von Bosnien und Herzegowina aus dem Land zu entfernen, noch nicht aufgegeben hat, sondern nur auf den richtigen Zeitpunkt wartet.