London veranstaltet Militärgespräche zur Mission Frankreichs und Großbritanniens in der Straße von Hormus

Großbritannien und Frankreich betonen, dass die Mission rein defensiver Natur wäre und erst dann zum Einsatz käme, wenn ein dauerhafter Frieden in der Region vereinbart worden wäre.

EURACTIV.com
Weekly Cabinet Meeting in Downing Street
Der britische Verteidigungsminister John Healey. [Foto: Rasid Necati Aslim/Anadolu via Getty Images]

Großbritannien wird ab Mittwoch zwei Tage lang Militärplaner aus über 30 Ländern zu Gesprächen über eine von Großbritannien und Frankreich geführte multinationale Mission zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus empfangen, teilte das britische Verteidigungsministerium mit.

Das Ministerium erklärte, das Treffen solle die „detaillierte Planung“ für die Wiederöffnung der Straße vorantreiben, sobald die Umstände dies zulassen, nachdem bei den Gesprächen in Paris in der vergangenen Woche „Fortschritte“ erzielt worden seien.

„Die Aufgabe heute und morgen besteht darin, den diplomatischen Konsens in einen gemeinsamen Plan umzusetzen, um die Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge zu sichern und einen dauerhaften Waffenstillstand zu unterstützen“, erklärte Verteidigungsminister John Healey in einer Stellungnahme. Er zeigte sich zuversichtlich, dass „echte Fortschritte erzielt werden können“.

Die Konferenz folgt auf internationale Gespräche über die strategisch wichtige Meerenge, die der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron am Freitag in Paris gemeinsam geleitet hatten und an denen über 40 Länder teilnahmen.

Großbritannien und Frankreich betonten, dass die Mission rein defensiver Natur wäre und erst dann zum Einsatz käme, wenn ein dauerhafter Frieden in der Region vereinbart worden wäre. Die Vereinigten Staaten und der Iran nahmen als Kriegsparteien nicht an den Gesprächen teil.

Der zweiwöchige Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sollte am Dienstag um Mitternacht auslaufen, doch US-Präsident Donald Trump erklärte kurz vor Ablauf der Frist, er werde ihn verlängern, um mehr Zeit für Verhandlungen zu gewinnen. Beide Seiten haben sich gegenseitig Verstöße vorgeworfen, und Trump erklärte, er halte an der US-Blockade der iranischen Häfen fest.

Downing Street hatte im Vorfeld des Treffens in Paris angekündigt, dass es in dieser Woche einen Gipfel zur militärischen Planung geben werde, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen.

Die Konferenz findet im Permanent Joint Headquarters im Nordwesten Londons statt, dem britischen Kommandozentrum für die Überwachung und Leitung gemeinsamer Militäroperationen.

(sma)