Mönche laden Trump zu Exerzitien ein

Die Zisterzienser im Stift Heiligenkreuz verstehen etwa von Marketing. Ein Trump-Tweet mir einer Einladung an Donald Trump sorgt derzeit für Furore.

Euractiv.de
Primizmesse von P.Johannes Paul Chavanne OCist
Wird Pater Johannes Paul Chavanne bald Donald Trump empfangen? [<a href="https://sancrucensis.wordpress.com/2013/04/15/pater-johannes-pauls-homecoming-mass-in-the-vienna-oratory/primizmesse-von-p-johannes-paul-chavanne-ocist-6/" target="_blank" rel="noopener">Foto</a>]

Die Zisterzienser im Stift Heiligenkreuz verstehen etwa von Marketing. Ein Tweet mit einer Einladung an Donald Trump sorgt derzeit für Furore.

Mitten im Wienerwald unmittelbar neben der Autobahn liegt ein kulturhistorisches Kleinod und kirchliches Juwel. Das Stift Heiligenkreuz. Es ist eines der ältesten Zisterzienserklöster, wurde 1133 gegründet und besteht seither ohne Unterbrechung. Von Papst Benedikt XIV. wurde 2007 die Hochschule zur philosophisch theologischen Universität erhoben, an der heute 298 Theologiestudenten ihr Studium absolvieren.

Weltberühmtheit erlangten die Priester und Mönche im April 2008. Damals wurde eine CD mit Gregorianischem Choral produziert. Sie trägt den Titel „Chant – Music for Paradise“ und beinhaltet reinen, meditativen Choral, der 900 Jahre alt ist und täglich abends in der Stiftsbasilika gesungen wird. Die CD ging in Großbritannien sofort unter die Top Ten der Pop Charts, was von österreichischen Bands bisher nur Falco und DJ Ötzi schafften. Damit nicht genug, sie erhielt Platin und Gold in Österreich, Deutschland, Polen, Holland, Belgien, etc…… In den USA führte sie die Billbord Charts an.

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Pater Johannes Paul Chavanne ist für die Öffentlichkeitsarbeit des Stiftes zuständig, versteht nicht nur sein Medien-Geschäft sondern nutzt vor allem die Social Medias, um für den christlichen Glauben, für die Aktivitäten der Heiligenkreuzer Geistlichen zu werben. Und er versteht auch etwas von Humor. So hatte er in den letzten Tagen, im Vorfeld der Inauguration des 45. Präsidenten der USA, Donald Trump, die Idee über Twitter den neuen Hausherren im Weißen Haus zu Exerzitien nach Heiligenkreuz einzuladen.

Handelt es sich doch um einen so genannten „Kraftplatz“, der sicher auch Trump inspirieren und zum Nachdenken bewegen könnte. Das Echo auf das Trump-Tweet war enorm. Die Internet-Community postete massenhaft ein „Gefällt mir“ und kommentierte begeistert diesen Vorschlag. Der Hintergrund ist wenig spektakulär. Es war nicht mehr als ein kleiner Scherz, der zum Schmunzeln anregen sollte, meint Pater Chavanne zu Euractiv.de bescheiden.

Ob freilich Trump, der selbst angekündigt hat, auch als US-Präsident weiter kräftig zu twittern, darauf eine Antwort geben wird, steht noch aus. Bis dato hat er – wiewohl in Englisch geschrieben – noch nicht reagiert. Er gehört auch nicht der römisch-katholischen Kirche sondern der presbyterianischen Marble Collegiate Church an, die Teil der Reformed Church in Amerika ist. Eine Gelegenheit ihn darauf aufmerksam zu machen, könnte es geben, wenn der dem Klub „Cristians in Resposibilty“ einen Besuch abstattet, in dem Mitglieder des Repräsentantenhauses und Senats vertreten sind. Ein Treffen an dem auch immer wieder Politiker aus Europa eingeladen werden.