Nach Italien-Wahl: AdR-Präsidentin verliert Job
Die Sozialistin Mercedes Bresso muss nach nur knapp zwei Monaten als Präsidentin des Ausschusses der Regionen (AdR) zurücktreten. Der Grund: Bei den Regionalwahlen in Italien wurde sie als Präsidentin der Region Piemont abgewählt.
Die Sozialistin Mercedes Bresso muss nach nur knapp zwei Monaten als Präsidentin des Ausschusses der Regionen (AdR) zurücktreten. Der Grund: Bei den Regionalwahlen in Italien wurde sie als Präsidentin der Region Piemont abgewählt.
Die italienische Sozialistin Mercedes Bresso wurde erst am 10. Februar 2010 als erste weibliche Präsidentin des Ausschusses der Regionen (AdR) gewählt. Ihre Amtszeit hätte zweieinhalb Jahre gedauert – die Regionalwahlen in Italien werden ihre Amtszeit auf knapp zwei Monate verkürzen.
Die bisherige Präsidentin der italienischen Region Piemont wird ihren Posten nach der Niederlage bei den gestrigen Regionalwahlen räumen müssen. Das Mitte-Rechts-Lager mit Silvio Berlusconi und dem Lega-Nord-Chef Umberto Bossi an der Spitze hat die Wahlen nicht nur in Piemont gewonnen, sondern auch in den Regionen Kalabrien, Kampanien und Latium.
Bei dem knappen Wahlergebnis in Piemont hat sich schließlich der Lega-Nord-Kandidat Robert Cota durchgesetzt. Die italienischen Sozialisten verlieren damit auch ihr Mandat im Ausschuss der Regionen, der Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der EU.
Wie EURACTIV erfuhr, bleibt Bresso noch bis zur offiziellen Bekanntgabe der Wahlergebnisse im Amt und muss danach als AdR-Präsidentin zurücktreten.
Da die Ergebnisse wohl erst Ende April offiziell bestätigt werden, wird Bresso noch die Sitzung des AdR-Plenums im April leiten. Danach wird eine Neuwahl über den Nachfolger von Bresso entscheiden, wobei noch kein Termin für die Abstimmung vorliegt. Für die Zwischenzeit übernimmt der bisherige Vize-Präsident des AdR, der Spanier Ramon Luis Valcárcel Siso, die Interims-Präsidentschaft des AdR.
EURACTIV (Brüssel)