Niederlande wollen Emissionen im Flugverkehr deckeln

Die Niederlande wollen ab 2025 die CO2-Emissionen der Flüge pro Flughafen deckeln. Das kündigte das niederländische Kabinett am Freitag an, ohne jedoch die verschiedenen Schwellenwerte für die einzelnen Flughäfen bekanntzugeben.

Euractiv.com
15,April,2020,,Rotterdam,,Holland.,Aerial,View,Of,The,Hague
Das Gesetz folgt auf das "Aviation Memorandum 2020-2050", ein Memorandum aus dem Jahr 2020, in dem die Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit im niederländischen Luftfahrtsektor festgelegt wurden. [Shutterstock/Aerovista Luchtfotografie]

Die Niederlande wollen ab 2025 die CO2-Emissionen der Flüge pro Flughafen deckeln. Das kündigte das niederländische Kabinett am Freitag an, ohne jedoch die verschiedenen Schwellenwerte für die einzelnen Flughäfen bekanntzugeben.

Das Gesetz folgt auf das „Aviation Memorandum 2020-2050“, eine Strategie aus dem Jahr 2020, in der Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit im niederländischen Luftfahrtsektor dargelegt wurden.

„Derzeit gibt es kein globales, europäisches oder nationales Instrument, das die CO2-Emissionen des Luftverkehrs in absoluten Zahlen gesetzlich verankert. Die CO2-Obergrenze bietet diese Verankerung“, erklärte der Minister für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, Mark Harber, in einem Brief an das Parlament.

Die CO2-Obergrenze sichere die Klimaziele für den Luftverkehr, indem sie klare und durchsetzbare Grenzen für die zulässigen CO2-Emissionen festlege und so eine Garantie für die Erfüllung der Klimaziele schaffe, betonte er.

Die Obergrenze solle an jedem Flughafen in den Niederlanden individuell umgesetzt werden. Diese Umsetzungsmethode hatte sich laut Regierung nach einer rechtlichen Bewertung und einer Folgenabschätzung, die vor der Ankündigung des Gesetzes durchgeführt wurden, als die einzig praktikable Möglichkeit herausgestellt.

Während die genaue Obergrenze für die einzelnen Flughäfen noch festgelegt werden muss, wurde angekündigt, dass diese jeweils für mehrere Jahre festgeschrieben werden soll. Das bedeutet, dass ein Flughafen, der die Obergrenze in einem Jahr überschreitet, die überschüssigen Emissionen im kommenden Jahr kompensieren kann.

„Bei der weiteren Ausgestaltung einer CO2-Obergrenze muss auch entschieden werden, wie die CO2-Emissionen am besten überwacht und prognostiziert werden können“, fügte Habers hinzu.

Dazu gehöre „die Prüfung des ReFuelEU Aviation-Vorschlags aus dem Fit for 55-Paket der Europäischen Kommission, der Vorschläge zur detaillierten Überwachung und Berichterstattung von Treibstoffdaten sowie eine Maßnahme gegen das Nachtanken enthält“, fügte Harbers hinzu.