Österreichs Bundeskanzler Nehammer reist nach Kyjiw

Bundeskanzler Karl Nehammer wird nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach Kiew reisen, um seine Unterstützung für die Ukraine zu bekunden.

Euractiv.de
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"Ich habe gestern mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj telefoniert", sagte Bundeskanzler Nehammer am Dienstag. "Wir haben besprochen, dass ich in die Ukraine reisen werde, um mir ein Bild über die Lage vor Ort zu machen und über weitere Hilfeleistungen zu sprechen", fügte er hinzu. [EPA-EFE / CHRISTIAN BRUNA]

Bundeskanzler Karl Nehammer hat nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angekündigt, er werde nach Kyjiw reisen, um seine Unterstützung für die Ukraine zu bekunden.

„Ich habe gestern mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj telefoniert“, sagte Nehammer am Dienstag. „Wir haben besprochen, dass ich in die Ukraine reisen werde, um mir ein Bild über die Lage vor Ort zu machen und über weitere Hilfeleistungen zu sprechen“, fügte er hinzu.

Trotz der EU-weiten Empörung über die Bilder vom Massaker im Kyjiwer Vorort Butcha war Nehammers Kabinett einer der letzten, die sich gegen schärfere Sanktionen gegen Russland, wie etwa ein Energieembargo, gewehrt haben.

„Wir sind uns beide einig, dass dieses Übel bestraft werden muss“, sagte Selenskyj nach dem Telefonat und fügte hinzu, dass er seinen Bericht über die „abscheulichen Verbrechen des Aggressors in Kyjiw“ weitergegeben habe.

Österreich hat sich bisher mit Verweis auf die Neutralität des Landes geweigert, die Ukraine mit Waffen zu unterstützen. „Ziel ist es, der Ukraine weiterhin die bestmögliche humanitäre und politische Unterstützung zukommen zu lassen“, so Nehammers Büro.

Sein Büro verwies auch auf die bisherigen Hilfsleistungen Österreichs für die Ukraine in Höhe von 17,5 Millionen Euro, 10.000 Helmen und 9.100 schusssicheren Westen für den zivilen Gebrauch.