Plagiatsaffäre: Ungarns Präsident tritt zurück
Ungarns Präsident Pál Schmitt ist zurückgetreten. Er zieht damit die Konsequenz aus der Plagiatsaffäre. Schmitt war der Doktortitel vor wenigen Tagen aberkannt worden, weil er zahlreiche Abschnitte seiner Dissertation von anderen Autoren abgeschrieben haben soll.
Ungarns Präsident Pál Schmitt ist zurückgetreten. Er zieht damit die Konsequenz aus der Plagiatsaffäre. Schmitt war der Doktortitel vor wenigen Tagen aberkannt worden, weil er zahlreiche Abschnitte seiner Dissertation von anderen Autoren abgeschrieben haben soll.
Ungarns Staatspräsident Pál Schmitt ist am Montag (2. April) von seinem Amt zurückgetreten. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat Schmitt im ungarischen Parlament erklärt, dass er sich in der derzeitigen Situation gezwungen sehe, sein Mandat zurückzugeben. Das Staatsoberhaupt beugt sich damit dem Druck der Opposition und der Öffentlichkeit und zieht die Konsequenz aus der Plagiatsaffäre. Die Budapester Semmelweis-Universität für Medizinwissenschaften (Sote) hatte dem Staatspräsidenten am Donnerstag (29. März) den Doktortitel aberkannt. EURACTIV.de berichtete.
Offenbar ähnelten 180 Seiten von Schmitts 215-seitiger Dissertation über die Olympischen Spiele anderen Arbeiten und 17 Seiten waren 1:1 abgeschrieben.
Die ungarische Zeitschrift HGV hatte im Januar als erstes berichtet, dass Schmitts Dissertation aus dem Jahr 1992 in weiten Teilen der Arbeit des bulgarischen Sportwissenschaftlers Nikolai Georgiev entspreche. Die Opposition hatte Schmitt zum Rücktritt aufgefordert.
Red.
Links
Semmelweis Universität: University Senate revokes Pál Schmitt’s doctoral (dr. univ.) title (29. März 2012)
In den Medien
EURACTIV.com: Hungarian president loses doctorate in plagiarism case (30. März 2012)
Zum Thema auf EURACTIV.de
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