Polen verlängert Grenzkontrollen zu Deutschland bis April

Staaten im Schengenraum können Grenzkontrollen wieder einführen, wenn sie die öffentliche Ordnung oder innere Sicherheit bedroht sehen.

AFP
[Photo: Maja Hitij/Getty Images]

Polen wird die vorübergehenden Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Litauen um weitere sechs Monate bis zum 4. April 2026 verlängern. Das gab die Regierung am Mittwoch bekannt.

Die Kontrollen waren im Juli wieder eingeführt worden. Die polnische Regierung begründet die Maßnahme mit der Bekämpfung irregulärer Migration.

Warschau hatte Berlin, das seinerseits 2023 wieder Grenzkontrollen eingeführt hatte, vorgeworfen, Migranten zurück nach Polen zu schicken – ein Vorwurf, den die Bundesregierung zurückweist.

„Wir verlängern die Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen, um die Migrationsroute zu überwachen, die aus den baltischen Staaten über Polen nach Westeuropa führt“, erklärte Polens Innenminister Marcin Kierwiński. „Wir stoppen Personen, die versuchen, Migranten illegal in den Westen zu bringen.“

Zudem verwies der Minister auf den anhaltenden „Migrationsdruck“ an der Grenze zu Belarus. Warschau wirft dem Nachbarland vor, Migration gezielt einzusetzen, um die Region zu destabilisieren.

Nach Regierungsangaben wurden in den ersten acht Monaten des Jahres 2025 fast 25.000 illegale Grenzübertritte an der polnisch-belarussischen Grenze registriert. Im gleichen Zeitraum nahm die Grenzschutzbehörde 2.400 Menschen fest, die versucht hatten, die deutsch-polnische Grenze irregulär in beide Richtungen zu passieren – darunter rund 550, die zuvor bereits die Sperranlagen an der Grenze zu Belarus überwunden hatten.

Zwischen Januar und August 2025 wurden zudem rund 60 Schleuser an der polnisch-litauischen Grenze aufgegriffen.

Staaten im Schengenraum können Grenzkontrollen wieder einführen, wenn sie die öffentliche Ordnung oder innere Sicherheit bedroht sehen.

Diese Agenturmeldung wurde maschinell übersetzt.

(jl)