Polen will Armee mit ukrainischen Geldern modernisieren

Polen wird seine Armee mit den Einnahmen aus dem Verkauf von Militärausrüstung und Waffen an die Ukraine gründlich modernisieren, wie Vertreter der Regierung bekannt gegeben haben.

EURACTIV.pl
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Angesichts des Krieges in der Ukraine hat das polnische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das die Armee des Landes stärken und aufstocken soll. [Shutterstock/Bumble Dee]

Polen wird seine Armee mit den Einnahmen aus dem Verkauf von Militärausrüstung und Waffen an die Ukraine gründlich modernisieren, wie Vertreter der Regierung bekannt gegeben haben.

Angesichts des Krieges in der Ukraine hat das polnische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das die Armee des Landes stärken und aufstocken soll.

Auf einer Konferenz in einer Fabrik für Militärausrüstung in Stalowa Wola erläuterten Premierminister Mateusz Morawiecki und Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak den Plan, die polnische Militärproduktion zu modernisieren und von anderen Ländern unabhängig zu machen.

Morawiecki nannte das Abkommen zwischen Polen und der Ukraine „den größten Rüstungsauftrag der letzten drei Jahrzehnte“ und fügte hinzu, dass polnische Waffen bei den Kämpfen in der Ostukraine eine wesentliche Rolle spielen werden.

Polen hat der Ukraine über 50 Panzerhaubitzen vom Typ Krab im Wert von 3 Milliarden Zloty (etwa 655 Millionen Euro) mit einer Reichweite von rund 40 Kilometern verkauft. Die erste Haubitzenstaffel, bestehend aus 18 Fahrzeugen, ist bereits in der Ukraine eingetroffen.

„Die Sicherheit hat für uns höchste Priorität. Deshalb haben wir heute ein milliardenschweres Investitionsprogramm für den Erwerb und die Produktion modernster Waffen auf den Weg gebracht“, erklärte Morawiecki.

Polens Verteidigungsminister betonte unterdessen die Bedeutung der Artillerie im Krieg in der Ukraine. „Die russische Aggression gegen die Ukraine ähnelt nicht dem Krieg des 21. Jahrhunderts, wie man ihn sich vorstellt, sondern Bildern und Berichten aus dem Zweiten Weltkrieg“, sagte er.

Das Ziel der polnischen Militärproduktion ist unter anderem die Diversifizierung des polnischen Waffenarsenals. Warschau will die Produktion von Kampffahrzeugen und Artilleriegeschützen diversifizieren, darunter auch Geschütze und Raketenwerfer.

Die Politiker kündigten auch intensive Vorkehrungen des polnischen Militärs für die Produktion neuer ‚Borsuk‘-Schützenpanzern an.

Ihnen zufolge soll die verstärkte polnische Armee über ein ausreichendes Abschreckungspotenzial für potenzielle Gegner verfügen, sodass sie nie zum Einsatz kommen muss.