Russland droht Ukraine mit Drosselung der Gaslieferung
Russland hat der Ukraine mit einer Drosselung der Gaslieferungen schon im Juni gedroht. EU-Energiekommissar Günther Oettinger zufolge zeigten beide Seiten allerdings die Bereitschaft, eine ähnliche Eskalation wie in der politischen Krise in dem Gasstreit vermeiden zu wollen.
Russland hat der Ukraine mit einer Drosselung der Gaslieferungen schon im Juni gedroht. EU-Energiekommissar Günther Oettinger zufolge zeigten beide Seiten allerdings die Bereitschaft, eine ähnliche Eskalation wie in der politischen Krise in dem Gasstreit vermeiden zu wollen.
Sollte die mit milliardenschweren Rechnungen in der Kreide stehende Regierung in Kiew im Mai keine Vorauszahlung leisten, werde der staatlich-kontrollierte Gazprom-Konzern weniger Gas liefern, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak am Freitag.
Er äußerte sich in Warschau nach Verhandlungen mit seinem ukrainischen Kollegen Juri Prodan und EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Die Gas-Schulden des Nachbarlandes bezifferte Nowak auf rund 3,5 Milliarden Dollar. Er äußerte zudem die Sorge, dass die Ukraine nicht in der Lage sein könnte, in den Sommermonaten genug Gas zu speichern, um den Transit nach Westeuropa im Winter zu garantieren.
Prodan sagte, sein Land sei bereit, faire Marktpreise zu zahlen, nicht aber Gazproms jüngste Preiserhöhungen. Notfalls werde man den Fall vor ein Schiedsgericht bringen.
Oettinger zufolge zeigten beide Seiten die Bereitschaft, eine ähnliche Eskalation wie in der politischen Krise in dem Gasstreit vermeiden zu wollen. Die EU deckt gut ein Drittel ihres Gas- und Ölverbrauchs mit Lieferungen aus Russland.