Russland stationiert Hyperschallraketen in Kaliningrad

Russland hat mit Hyperschallraketen bewaffnete Kampfflugzeuge in die Exklave Kaliningrad verlegt, wie das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte.

LRT.lt
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Drei Kampfflugzeuge des Typs MiG-31 mit Hyperschallraketen des Typs Kinzhal wurden auf dem Luftwaffenstützpunkt Tschkalowsk in der Ostsee-Exklave Kaliningrad im Rahmen "zusätzlicher Maßnahmen zur strategischen Abschreckung" stationiert, so das russische Verteidigungsministerium. [<a href="https://www.flickr.com/photos/31176607@N05/16794666348/in/photolist-92tZLX-7uj6Zz-92x7uG-hcP8zL-4UFpGP-cgbNL3-6Tv6GC-6Tr69e-9hVWSh-cPebVq-6Tr6tB-4g17aX-6Tv6TS-6Tr6kV-6w1Dxv-9hSujK-cPebJj-6oJyJW-ggY8n7-9u4Chk-c5xqz7-6oJyMQ-e3mYnq-s8XfwC-qVFnpQ-2qZB9f-e71NEv-DFMpGS-vzbgEG-Etot8j-9hSbVP-78afkg-67iDGn-rA64bU-59X4yY-8iEZAn-n4x82S-cPebSd-4EN7Zr-dasWn4-3cp94-78aepe-6oEfYc-puGyqb-78adVX-4V5Zc9-egysor-9NS8AD-rXaHwR-xuXMas" target="_blank" rel="noopener">[kuhnmi/Flickr]</a>]

Russland hat mit Hyperschallraketen bewaffnete Kampfflugzeuge in die Exklave Kaliningrad verlegt, wie das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte.

Drei Kampfflugzeuge des Typs MiG-31 mit Hyperschallraketen des Typs Kinzhal seien auf dem Luftwaffenstützpunkt Tschkalowsk in der Ostsee-Exklave Kaliningrad im Rahmen „zusätzlicher Maßnahmen zur strategischen Abschreckung“ stationiert worden, so das Ministerium.

Die Kampfflugzeuge würden „rund um die Uhr in Alarmbereitschaft“ versetzt, hieß es.

Die Stationierung der Raketen ändere nichts an der regionalen Sicherheitslage und stelle keine weitere Bedrohung für Litauen, das direkt an die Enklave angrenzt, dar, sagte der Verteidigungsminister des Landes, Arvydas Anušauskas.

„Ich glaube, wir sollten uns nicht zu viele Gedanken über den Standort der einen oder anderen Rakete machen. Mehr noch, die Arsenale in Kaliningrad sind im Krieg gegen die Ukraine stark genutzt worden. Sie wurden stark ausgenutzt. Diese Raketen ändern die Situation in keiner Weise“, sagte der Minister am Donnerstag gegenüber dem Baltic News Service.

„Die Bedrohung, die Russland gegenüber seinen Nachbarn darstellt, ist zwar immer vorhanden, aber das Ausmaß der Bedrohung hat sich dadurch nicht erhöht“, fügte er hinzu.

Aus Anušauskas Sicht ist die militärische Kapazität in Kaliningrad derzeit deutlich vermindert. Ihm zufolge wurde die russische Exklave nach dem Angriff des Kremls auf die Ukraine und der Mobilisierung seiner Streitkräfte „nicht ausgelassen.“

„Es gab eine erhebliche Verringerung des Personals in verschiedenen Einheiten sowie der Anzahl der Waffen, die mit dem Personal mitgeführt wurden. Dies gilt nicht nur für Kaliningrad, sondern auch für bestimmte Einheiten, die im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt worden sind“, sagte er.

Als der russische Präsident Wladimir Putin die Kinzhal-Raketen im Jahr 2018 erstmals vorstellte, bezeichnete er sie als „ideale Waffe“, die die Schallgeschwindigkeit um das Zehnfache übertreffen kann, was es Raketenabwehrsystemen sehr schwer macht, sie abzufangen.

Viele Experten sind jedoch der Meinung, dass es sich dabei nur um eine leicht modifizierte luftgestützte Version der konventionellen ballistischen Kurzstreckenrakete Iskander handelt, die vom Boden aus abgefeuert wird.