Schweden startet internationale Kampagne gegen Einwanderung

Schweden wird eine Sensibilisierungskampagne starten, die Migranten davon abhalten soll, ins Land zu kommen, erklärten Migrationsministerin Maria Malmer Stenergard und der Vorsitzende der rechtsextremen Schwedendemokraten im Parlament, Henrik Vinge, auf einer Pressekonferenz. 

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Die Regierung, die von den rechtsextremen Schwedendemokraten (SD) unterstützt wird, erklärte, dass das Land mehr in die Informationsarbeit im Ausland investieren müsse, um die Einwanderung nach Schweden zu verringern. [Shutterstock/Novikov Aleksey]

Schweden wird eine Kampagne starten, die Migranten davon abhalten soll, ins Land zu kommen, erklärten Migrationsministerin Maria Malmer Stenergard und der Vorsitzende der rechtsextremen Schwedendemokraten im Parlament, Henrik Vinge, auf einer Pressekonferenz. 

Die Regierung, die von den rechtsextremen Schwedendemokraten (SD) unterstützt wird, erklärte, dass das Land mehr in die Informationsarbeit im Ausland investieren müsse, um die Einwanderung nach Schweden zu verringern.

Die Kampagne wird gezielte Mitteilungen an ausländische Redaktionen und Nachrichtenagenturen sowie Informationen an ausländische Botschaften in Schweden umfassen.

„Diese Regierung wurde unter anderem mit dem Auftrag gewählt, einen Paradigmenwechsel in der Migrationspolitik herbeizuführen. Das erfordert viele große Veränderungen“, erinnerte Malmer Stenergard auf der Pressekonferenz.

Nach den Wahlen im September bildeten die Mitte-Rechts-Partei der Moderaten, die Christdemokraten und die Liberale Partei eine Koalitionsregierung, die von der rechtsextremen SD unterstützt wurde, die historische 20 Prozent erreichte. Die rechtsextreme Partei wurde aus der Regierung ausgeschlossen, um im Gegenzug große Teile ihrer harten Migrationspolitik durchzusetzen.

Laut dem gemäßigten Migrationsminister Malmer Stenergard könnten bessere Informationen verhindern, dass Menschen ohne Schutz nach Schweden kommen, und das Leid der Migranten verringern.

„Heute haben zwei Drittel der Menschen, die nach Europa kommen, keine Gründe für einen Schutz. Sie geben ihr Leben in die Hände von Flüchtlingsschmugglern und dürfen trotzdem zurückkehren. Wenn sie über die Regeln informiert sind, verringern wir das Risiko, dass diese Menschen leiden“, fügte Malmer Stenergard hinzu.

Mehr Informationen würden dazu beitragen, das Bild von Schweden als einem Land mit großzügigen Leistungen in der Welt zu zerstreuen.

„Die Menschen sind oft gut informiert, und es gibt einen Grund, warum im Jahr 2015 163.000 Menschen quer durch Europa in das kleine kalte Schweden im Norden reisten. Das lag daran, dass sie wussten, dass es dort großzügigere Regelungen gibt“, sagte sie.

In das 10-Millionen-Einwohner-Land kamen seit 2016 durchschnittlich 121.000 Einwanderer pro Jahr. 2021 werden 20 Prozent der Bevölkerung im Ausland geboren sein, so das Amt für Statistik.